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Hagenower Blätter
Ausgabe 338/2026
Nichtamtlicher Teil
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Veranstaltungen im Museum und in der Alten Synagoge

Die Stolpersteine für Siegfried und Johanna Hirsch

Andrea Sommerfeld: Illustration zur Sage „Die Stadt ohne Tore“ (Stiftung Mecklenburg)

Neue Stolpersteine in Hagenow

Seit Montag, dem 16. März 2026, erinnern in Hagenow fünf neue Stolpersteine an das Schicksal der jüdischen Familie Hirsch, die unter dem Gewaltregime des Nationalsozialismus leiden musste. Mit dem Tod von Siegfried Hirsch im September 1946 verlor die Stadt Hagenow ihren letzten jüdischen Einwohner. Seine Ehe mit Johanna Hirsch, die aus einer christlichen Familie stammte, bewahrte ihn vor der Deportation. Dennoch blieben ihm, seiner Frau, seiner Tochter und seinen Enkeln Diskriminierung, gesellschaftliche Ausgrenzung und wirtschaftliche Not nicht erspart.

Im Beisein von Nachfahren der Familie sowie zahlreicher Vertreterinnen und Vertreter des öffentlichen Lebens setzten Mitarbeiter des Stadtbauhofs die Gedenksteine in den Gehweg vor dem Grundstück Lange Straße 45 ein. Die kleinen Messingtafeln erinnern an die Opfer und setzen zugleich ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen – für Menschlichkeit, Toleranz und ein friedliches Miteinander.

Sagenhaft & voller Genuss: Zwei neue Ausstellungen

Im Museum Hagenow und in der Alten Synagoge sind derzeit zwei neue Sonderausstellungen zu sehen. Mutige Kinder, brotdumme Bösewichte und Kanonenkugelkegeln – Mecklenburgs Sagenwelt steckt voller überraschender Geschichten. Die Ausstellung „Mecklenburg Sagenhaft“ präsentiert 30 Aquarelle der Grafikerin Andrea Sommerfeld aus Güstrow, die ausgewählte regionale Sagen mit feinem Strich und einem Augenzwinkern zum Leben erweckt.

Parallel lädt eine zweite Ausstellung im Museum Hagenow zum Genießen ein: „Volle Kanne – Genuss in der Tasse“. Ob schneller Kaffee im Büro, gemütlicher Kaffeeklatsch oder eine wohltuende Tasse Tee am Abend – Heißgetränke gehören fest zu unserem Alltag. Die Ausstellung zeigt vielfältiges historisches Tee- und Kaffeezubehör und beleuchtet zugleich die kulturelle Bedeutung dieser beliebten Genussmittel.