Titel Logo
Hagenower Blätter
Ausgabe 340/2026
Nichtamtlicher Teil
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Veranstaltungen im Museum und der Alten Synagoge

Abb. 1: An der Verlegung der Stolpersteine in Hagenow nahmen viele Angehörige und prominente Gäste teil.

Abb. 2: Zur Verlegung der Stolpersteine für Dr. Trude und Dr. Alfred Hirsch vor der Wodanstraße 72 reiste Thomas Kühn nach Nürnberg.

Abb. 3: Der Tag des Eisenbahners wird traditionell im Juni begangen (Museum Hagenow).

 

Stolpersteine in Hagenow und Nürnberg

Seit dem 16.03.2026 liegen fünf weitere Stolpersteine in Hagenow und erinnern an die Verfolgung und Ausgrenzung, die Familie Hirsch in der Zeit des Nationalsozialismus erleiden musste. Damit befinden sich nun insgesamt 20 Stolpersteine an vier Standorten im Stadtgebiet. Die kürzlich erschienene Broschüre „Spuren des Unrechts“ erzählt die Lebensgeschichten der Menschen, denen diese Erinnerungszeichen gewidmet sind. Sie ist in der Hagenow-Information erhältlich. Weitere Einblicke in dieses Kapitel der Stadtgeschichte bietet zudem die Dauerausstellung im Hanna-Meinungen-Haus an der Alten Synagoge.

Doch auch andernorts erinnern Stolpersteine an Menschen mit Wurzeln in Hagenow. Am 29.04.2026 fand eine Verlegung für das Ehepaar Trude und Alfred Hirsch in Nürnberg statt. Trude Hirsch kam am 13.07.1904 in Hagenow zur Welt und studierte Medizin. Sie heiratete einen Zahnarzt, mit dem sie 1938 aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgung in die USA fliehen musste. Auf Anregung des Museumsteams und des Fördervereins der Alten Synagoge griffen Dr. Pascal Metzger und Anne Hayner vom Verein Geschichte Für Alle e. V. das Schicksal des Ehepaars auf und berücksichtigten sie bei der Stolpersteinverlegung in Nürnberg.

 

 

 

Tag des Eisenbahners

Am Sonntag, den 21.06.2026 treffen sich von 14 bis 17:00 Uhr ehemalige Eisenbahnerinnen und Eisenbahner sowie alle Interessierten, um sich im Museumshof bei Kaffee und Kuchen auszutauschen. Um 15:00 Uhr führt Museumsdirektor Thomas Kühn durch die Geschichte der Dampfkraft in der Dauerausstellung des Museums. Zudem öffnet die AGE ihr Archiv und gewährt Einblicke in die mehr als 175-jährige Geschichte des Eisenbahnstandorts Hagenow.

Die Deutsche Reichsbahn war über lange Jahre der wichtigste Arbeitgeber in Hagenow und hat die Stadt und ihre Bewohner maßgeblich geprägt. Auch wenn die Bahnhöfe und das ehemalige Betriebswerk heute keine zentrale Rolle im alltäglichen Leben spielen, sind die Erinnerungen an das Leben auf und an den Schienen noch präsent. Auch in diesem Jahr lädt das Museum Hagenow gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Eisenbahngeschichte (AGE) zu diesem Anlass ein, um an das kulturelle Erbe rund um die Bahn zu erinnern. Zum Tag des Eisenbahners gilt der reduzierte Eintrittspreis.

 

 

Verlängerung der Sonderausstellung „Mecklenburg Sagenhaft“

Die beliebte Sonderausstellung „Mecklenburg Sagenhaft“ in der Alten Synagoge wird bis zum Sonntag, den 06.09.2026 verlängert. Sie zeigt rund 30 Aquarelle der Grafikerin Andrea Sommerfeld aus Güstrow zu ausgewählten Überlieferungen dieses Schatzes. Sie illustriert regionale Sagen und bringt den Kern der Erzählungen mit einem Augenzwinkern auf den Punkt.

Die für die zweite Jahreshälfte geplante Sonderausstellung »Blende 8 | Stunde Null« mit Porträts der Fotografin Elli Hartmann aus Mecklenburg vor und nach 1945 muss aus organisatorischen Gründen auf das Jahr 2027 verschoben werden.