Die Hagenower Reisegruppe vor den Externsteinen
Die traditionelle Herrentagsreise des Hagenower Kulturvereins führte die Kulturfreunde in diesem Jahr in den Teutoburger Wald.
Bei ihrer Anreise legten sie einen Zwischenstopp in der niedersächsischen Stadt Bückeburg ein. Bei einer Führung durch die prächtigen Räume des imposanten Residenzschlosses (Stammsitz des Hauses Schaumburg Lippe und auch heute noch der Wohnsitz des Fürsten Alexander zu Schaumburg Lippe) konnten sie einen Blick hinter die Mauern des über 700 Jahre alten Schlosses werfen und erfuhren, dass sich hier die einzige Hofreitschule Deutschlands befindet. Am späten Nachmittag erreichten die Hagenower das Maritim-Hotel in Bad Salzuflen, ihre Unterkunft für die nächsten 4 Tage.
Mit einer kompetenten Reiseleiterin begaben sich die Hagenower Kulturfreunde am zweiten Tag auf eine interessante Rundreise durch die wunderschöne Landschaft des Teutoburger Waldes und des Lipperlandes. Einheimische nennen ihre Heimat das „Allgäu des Nordens“ oder die „Toskana Deutschlands“. Dabei lernten sie die mittelalterliche Alte Hansestadt Lemgo (gegr. um 1190) kennen. Die Stadt besticht durch ihr nahezu vollständig erhaltenes historisches Stadtbild mit gotischen Giebelhäusern und prächtiger Weserrenaissance. Weiter ging die Fahrt zu einem Nationaldenkmal: Das Hermannsdenkmal ist eines der bekanntesten Denkmäler Deutschlands. Es ist mit einer Gesamthöhe von 53,46 m (Figurhöhe 26,57 m) die höchste Statue in unserem Land. Dieses Denkmal soll an die Schlacht im Teutoburger Wald im Jahre 9 erinnern, in der die Germanen unter Arminius die Römer unter Varus besiegten. Die Statue stellt den siegreichen Arminius (auch bekannt als Hermann der Cherusker) mit erhobenem Schwert dar. Weiter ging es dann zur herausragenden Natursehenswürdigkeit den Externsteinen, einer mittelalterlichen sakralen Stätte inmitten bizarrer Sandsteinfelsen. Sie wurden einst (1564) als ein germanisches Heiligtum gedeutet, wofür es aber kaum wissenschaftliche Belege gibt, dafür aber viele Mythen, Legenden oder Märchen.
Den dritten Tag verbrachten die Hagenower in der wunderschönen kleinen Stadt Bad Salzuflen, einem Thermal- und Kneippheilbad. Viele salzhaltige Quellen geben der Region den Namen „Heilgarten Deutschlands“. In der Innenstadt gibt es eine große Anzahl reich beschnitzter Fachwerkhäuser zu bestaunen, darunter eines der bedeutendsten Weserrenaissance-Ensemble. Besonders bemerkenswert sind die noch erhaltenen 2 Gradierwerke, die zu Kurzwecken bei Atemwegserkrankungen genutzt werden. Die Hagenower Gäste konnten das Erlebnisgradierwerk, das zu den modernsten seiner Art in Europa zählt, besichtigen und sogar 20 Minuten in der Nebelkammer des Gradierwerkes inhalieren.
Am Tag der Heimreise wurde noch ein Stopp am Steinhuder Meer eingelegt. Bei einem geführten Ortsrundgang gab es wieder herrliche Fachwerkhäuser zu bestaunen und es wurde die Historische Kastenmangel Steinhude (zum Glätten von handgewebtem Leinen) besichtigt, die größte betriebsbereite Anlage dieser Art in Europa. Mit ganz viel neu erworbenem Wissen und wunderschönen Eindrücken kehrte die Hagenower Reisegruppe in ihre Heimat zurück.