Die Reisegruppe vor der alten neugotischen Schule in Wismar.
Nachdem die Mitglieder des Hagenower Kulturvereins in den vergangenen Jahren regelmäßig die schönsten Schlösser Mecklenburg-Vorpommerns, die größten und interessantesten Kirchen, Museen und Ausstellungen besuchten, machten sich Anfang Juli dieses Jahres 45 Hagenower Kulturfreunde auf den Weg in die Hansestadt Wismar.
Seit 2002 gehört die Wismarer Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Wismar ist besonders für seinen großen Hafen und die reiche Geschichte aus der Zeit der Hanse bekannt. Sehr viele Sehenswürdigkeiten und die Nähe zur Ostsee locken jährlich tausende Touristen in die Stadt. Der historische Marktplatz mit dem prunkvollen Brunnen „Wasserkunst“ ist einer der größten Marktplätze Deutschlands. Der Brunnen wurde von 1580 bis 1602 im Stil der holländischen Renaissance erbaut und diente bis 1897 der Trinkwasserversorgung. Wunderschöne Giebelhäuser, das Rathaus und das bekannte Restaurant „Alter Schwede“ in Wismars ältestem noch erhaltenem barocken Bürgerhaus umgeben den Marktplatz. Drei riesige Kirchen – Sankt Nikolai, Sankt Marien und Sankt Georgen - prägen das Stadtbild und erinnern an die Macht der Stadt im Mittelalter. Ein weiterer Anziehungspunkt ist der Alte Hafen, dessen Atmosphäre an alte Zeiten erinnert, und wo man auch heute noch Schiffe beobachten und den frischesten Fisch speisen kann. Lange Zeit war Wismar schwedisch: Die Stadt gehörte faktisch von 1648 bis 1803 und formal sogar bis 1903 zum Königreich Schweden. An diese prägende „Schwedenzeit“ erinnert die Stadt heute noch mit dem jährlichen Schwedenfest. Neben dieser wunderschönen Altstadt ist Wismar heute aber auch eine moderne Industrie- und Studentenstadt.
Nach einer sehr informativen Stadtführung und etwas Freizeit bestiegen die Hagenower Kulturfreunde im Alten Hafen die „MS Adler nature“, die sie in einer einstündigen Fahrt zur Insel Poel brachte. Der dort wartende Bus brachte sie zum Gutspark Wangern, wo im dortigen Wintergarten eine leckere Kaffeetafel auf die Gäste wartete. Gut gestärkt ging dann mit der Rückfahrt eine sehr informative Exkursion zu Ende.