Der Igel ist seit 25 Jahren das Wappentier der Umweltbewegung „Natur im Garten" und der Inbegriff eines ökologisch gepflegten Gartens. In strukturreich gestaltete und ökologisch bewirtschaftete Gärten kommt der Igel gern.
Damit sich der Igel auch in Ihrem Garten wie zu Hause fühlt, hat „Natur im Garten“ die wichtigsten Tipps zum Igelschutz für Sie parat.
Vermeiden Sie chemisch-synthetischen Pestizide wie Schneckengift: Igel ernähren sich hauptsächlich von Insekten und deren Larven sowie kleinen, wirbellosen Tieren. Damit stehen auch Schnecken auf ihrem natürlichen Speiseplan. Setzen Sie deshalb auch biologisches Schneckenkorn mit dem Wirkstoff Eisen-III-Phosphat nur als Mittel letzter Wahl ein. So findet der Igel einen reich gedeckten Tisch in Ihrem Garten.
Mähen Sie tagsüber und sparen Sie mögliche Rückzugsbereiche unter Hecken aus: Igel ruhen am Tage, denn sie sind dämmerungs- und nachtaktiv. Verzichten Sie auch auf den Einsatz von Laubsaugern oder -bläsern, denn im Laub findet der Igel nahrhafte Insekten.
Mut zur Wildnis im Garten! Igel bevorzugen kleinräumige, vielfältig strukturierte Lebensräume. Ein „wildes Eck“, Ast- und Laubhaufen, dichte Hecken aus heimischen Wildsträuchern, insektenfreundliche Stauden, ein Komposthaufen, Kleingewässer mit flachem Ufer, Wildblumenwiesen – mit diesen Strukturen bieten Sie neben dem Igel auch zahlreichen weiteren Tierarten wertvolle Lebensräume.
Loch im Zaun! Sorgen Sie durch einen Zaunabstand von zumindest 10 cm zum Boden oder Durchgänge im Zaun dafür, dass der Igel zu Besuch kommen kann. Auf diese Weise miteinander „verbundene“ Nachbar-Naturgärten bieten dem Igel den Lebensraum, den er braucht. Igel streifen nämlich nachts auf Nahrungssuche weit umher (20 Hektar Aktionsradius und mehr).
Gefahrenstellencheck! Entschärfen Sie mögliche Fallen wie Lichtschächte oder Kellerabgänge sowie steilwandige Schwimmbecken oder Gartenteiche mittels Absperrung oder Ausstiegshilfen. Schichten Sie für Brauchtumsfeuer gesammeltes Holz vor dem Anzünden um, damit sich dort versteckte Tiere rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Und: Setzen Sie offene Komposthaufen vorsichtig und nicht zur Zeit des Winterschlafs um.
Madlen Kuhn-Hagemann – Ihre Regionalkoordinatorin für die LEADER-Region Mecklenburg-Strelitz; Telefon: 0176 60399536; E-Mail: hagemann@natur-im-garten-mv.de; Gartentelefon 039934 899646