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Neverin INFO
Ausgabe 5/2026
Aktuelles aus den Gemeinden
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Kultur- und Freizeit auf dem Lande!

Hallo, es geht weiter mit meiner Geschichte.

In den 1950-60er Jahren begann sich das Dorfleben zu verändern. Mit dem Bau des Kulturhauses im Jahr 1953 zog nicht nur ein Hauch von Moderne ein – es wurde zum Mittelpunkt für Verwaltung, Bildung und Geselligkeit.

Wer damals als Erster in das Kulturhaus trat, roch noch den frischen Lack an den Türen, hörte Kinderlachen aus dem Kindergarten – aber der große Saal war noch leer, aber voller Möglichkeiten. Für viele Eltern war es eine große Erleichterung mit der Eröffnung des ersten Kindergartens des Dorfes. Die erste Kindergärtnerin war Frau Vera Schulz, sie wohnte mit ihrer Familie im Gutshaus.

Wir Kinder – Inge, Christel, Erika, Günter und ich - vom Neddeminer Ausbau, gingen nicht in den Kindergarten.

Das Kulturhaus war mehr als ein Gebäude – es war ein Zeichen dafür, dass auch auf dem Land Kultur, Verwaltung und Gemeinschaft zusammengehören. Kindergarten, Standesamt und Gemeindebüro unter einem Dach – das war neu, das war praktisch. Das war unser Dorf!

Zwei Kilometer weiter, am Bahnhof, lag der Sportplatz – staubig im Sommer, matschig im Winter – und auch das Gasthaus „Waldesruh“. Man konnte vom Gasthaus kommend quer über den Sportplatz zum Bahnhof gehen. Es war inzwischen ein richtiger festgetretener „Trampelpfad“. Für die dort stattfindenden Sportveranstaltungen nicht zum Vorteil.

Zum Gasthaus gehörte ein kleiner Saal. Fast jedes Wochenende war im kleinen Saal eine Tanzveranstaltung. Wir, die Kinder vom Dorf, fuhren mit den Rädern dorthin.

Das Haus „Waldesruh“ – seit vielen Jahren geführt von dem Ehepaar Schiepe. Es schien damals schon eine gute Idee gewesen zu sein, trotz der abseitigen Lage, gerade hier eine Schankwirtschaft zu errichten. Vermutlich spielte der nahegelegene Bahnhof eine Rolle oder die schon damals bedeutende Straße nach Neubrandenburg oder der Steinbruch, der sich hier in der Nähe im Wald befand.

(geschrieben im Nordkurier am 15.05.2021).

Ein Leser beschrieb schon 1931 das Haus „Waldesruh“ als einen Ort des Friedens, der Ruhe und Entspannung. Mit einem Waldstück von außergewöhnlicher landschaftlicher Schönheit, mit Spazierwegen und lauschigen Ruheplätzen. Das Haus an der Straße gelegen und herzliche Wirtsleute - die Familie Schiepe.

 

 

Im Mecklenburg-Strelitzer Staatskalender wurde 1875 erstmals ein Standesamt in Neddemin erwähnt. Die Dokumentation der Akten über Geburt, Trauung, Beisetzung u. a. übernahm bis 1935 der Gutsbesitzer des Ortes bzw. die Kirche.

Ab 1937 hatte das Dorf eigene Standesbeamte. Der erste war Siegfried Dyck, dann Karl Zillmann. Später übernahm Ruth Siedel bis 1957 alle diese Aufgaben.

Das Standesamt, jetzt im Gebäude des Kulturhauses, wurde ab 1957 durch Wilhelm Hermsdorf geführt. Vertreter war Fritz Sabbat aus Ganzkow.

 

 

Erwähnenswert ist auch, dass die Neddeminer Postagentur am 01.03.1878 eröffnet wurde, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Gaststätte „Waldesruh“ befand. Der erste Postagent von Neddemin war der Eisenbahnstationsverwalter Herr Carl Seeger.

Im Jahr 1937 übernahm Herr Wilhelm Maske im Dorf – in seinem Wohnhaus – die Poststelle und ab 1944 verwaltete Frau Ursula Harder, geb. Maske, die Post.

In dieser Zeit wurden die ersten Fernsprechstellen in Neddemin und Hohenmin eingerichtet.

So, liebe Leserinnen und Leser, das war es wieder. Die nächste Folge kommt bestimmt!

Noch einmal zur Erinnerung!

Hier meine E.-Mail: stacheline46@gmx.de oder Handy Nr. 01515 6978992

Vielen Dank!

Es grüßt wie immer Heidrun Stach