Die Norddeutsche Textillogistik (NTL) im Gewerbegebiet an der A24 bei Neustadt-Glewe stellte ihr Gelände nicht nur zur Verfügung, sondern unterstützte aktiv bei der Planung und Durchführung. Die Feuerwehr Neustadt-Glewe nutzte diese Gelegenheit, eine Großübung auf die Beine zu stellen. Dafür waren mehr als 170 Kräfte aus dem kompletten Amt Neustadt-Glewe und darüber hinaus auch die Feuerwehren aus Ludwigslust, Spornitz, Groß Laasch und später auch aus Parchim alarmiert worden. Zusätzlich rückte der Rettungsdienst mit einem Großaufgebot von Rettungskräften, Notärzten und organisatorischen Leitern aus Schwerin und Ludwigslust-Parchim an.
Das Einsatzszenario begann mit einer Verpuffung in einer großen Lagerhalle bei der mehrere Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Der Rettungsdienst nutze die Gelegenheit, um die praktische Abschlussprüfung der organisatorischen Leiter abzulegen. Die Übung legte vor allem Schwerpunkte auf die Rettung und Betreuung von verletzten bzw. betroffenen Personen. Auf die Brandbekämpfung unter Atemschutz, technische Hilfe zur Befreiung eingeklemmter und verschütteter Personen, sowie Höhenrettung in den hoch gelegenen Regalwerken des Hochregallagers. Die Herausforderung lag besonders in der Koordination der vielen Einsatzkräfte.
NTL stellte großzügig Gelände und Behandlungsbereiche bereit und brachte zudem mehr als zehn Mitarbeitende in die Darstellung ein. Am Ende müssten 37 Person medizinisch eingestuft und behandelt werden. Die Beteiligten zeigten sich zufrieden mit dem knappen, aber erfolgreichen Abschluss der Übung, die wichtige Erkenntnisse für kommende Einsätze und Ausbildung lieferte.
Keine 45 Stunden nach der Einsatzübung in Neustadt-Glewe, loderte in einer Logistikfirma im Gewerbegebiet von Lübesse ein Feuer in einer rund 100 mal 20 Meter großen Lagerhalle. Eine dichte Rauchwolke war weithin sichtbar, Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Eine Person hatte Rauchgas eingeatmet und wurde ins Krankenhaus gebracht.
Der Alarm ging gegen 12 Uhr ein. Die Feuerwehr Neustadt-Glewe wurde mit der Drehleiter und Atemschutzgeräteträger zur Einsatzstelle alarmiert. In der Spitze waren mehr als 100 Einsatzkräfte aus zahlreichen Freiwilligen Feuerwehren vor Ort, darunter Lübesse, Lüblow, Neu Lüblow, Mirow, Banzkow, Goldenstädt, Uelitz, Kraak, Rastow, Neustadt-Glewe und Fahrbinde. Das Feuer hatte im Gebäudeinneren begonnen und sich bis aufs Dach ausgebreitet. Am frühen Nachmittag war der Brand unter Kontrolle, doch die Nachlösch- und Kühlarbeiten dauerten zunächst an.
Gefahrstoffe und Ermittlung zur Beurteilung der Gefahrenlage wurde das Technische Hilfswerk nach Lübesse gerufen, der Gefahrgutzug der Feuerwehr war ebenfalls alarmiert, um mögliche Gefahrstoffe zu entsorgen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung. Im Gebäude lagerten neben Fahrzeugen auch Zehntausende Feuerzeuge sowie Öle und weitere brennbare Stoffe. Der Schaden wird polizeilich auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt.
Eine besondere Herausforderung und Belastung für die Einsatzkräfte und deren Technik lag in dem derzeit herrschenden starken Dauerfrost. Mehrmals musste Schlauchmaterial und Löscheinrichtung enteist werden. Auch die Einsatzschutzkleidung musste gewechselt werden, da sie durch Löschwasser steif gefroren war.
Die herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag im Januar und Februar gehen an:
| Roland Liers | 01.01. |
| Michael Kühl | 01.01. |
| Martin Lohse | 09.01. |
| Tobias Jaap | 26.01. |
| David Bockholt | 26.02. |
Die Kameradinnen und Kameraden der FFw Neustadt-Glewe wünschen alles Gute und viel Gesundheit.