mit alten Aufnahmen und Kommentaren von Gerhard Düker
Wir setzen heute unseren Rundgang durch die Neuhöfer Straße fort.
Nach den großen Schäden, verursacht durch eine Windrose im August 1992. Erfolgte die Neubepflanzung auf der linken Seite der Straße im Jahr 1993.
Dieses Stück Land hat eine eigene Geschichte, dafür gehen wir rund 300 Jahre zurück.
Das auf der Karte von 1711 mit einem blauen Stern gekennzeichnete Gebäude ist das Holzwärterhaus.
1791 wird es von der Stadt angekauft und ausgebaut. Es wird zum Hirtenhaus. Hier wohnten die Hirten, die für die Mast ihrer Schweine die Neuhöfer Trift nutzten.
Warum es so weit außerhalb der Stadt lag, konnte bisher nicht geklärt werden.
Im Hirtenhaus wohnt 1917 die Familie Jafitz mit der Anschrift „Am Gänsebrink“.
Auf der Karte von 1925 fehlt das Haus bereits. Auch in der Einwohnerliste dieses Jahres findet sich kein Hinweis mehr auf den Gänsebrink.
Der „Gänsebrink“ ist schon lange ein Teil der Kleingartenanlege „Liebs-Allee“ geworden.
Rechts vom Bildrand verläuft die Neuhöfer Straße.
Das nächste Bild zeigt uns die gegenüberliegende Seite.
Ab Mai 1945 war im Haus Neuhöfer Straße 2A die russische Kommandantur untergebracht.
Mit einer Schranke war die Zufahrt zur gesamten Straße gesperrt.
Auf dem freien Platz vor der „Kommandantur“ war die russische Technik abgestellt.
Die Aufnahme entstand in den 1950er Jahren.
Im Jahr 2002 wurde das alte Haus Neuhöfer Straße 10 abgerissen.
Im Mai 2004 konnte Dr. Christian Witt das neue Heim mit seiner Familie beziehen.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.khv-neustadt-glewe.de