Die Mühle von Friedrich Weinaug, Mühlenpächter seit 1876.
Ein Blick in die Burgstraße um 1920
Am 12.September 1918 wurde die Mühle durch Brandstiftung komplett vernichtet. Der oder die Brandstifter wurden nie ermittelt.
Dieser Briefkopf befand sich 1912 in Gebrauch.
Faktura steht für: Rechnung.
Nach dem Brand wurde die Mühle nicht wieder aufgebaut. Dafür wurde auf ihren Grundmauern, einschließlich Erweiterungsbauten, ab 1924 ein Elektrizitätswerk errichtet. Es wurde auch nach dem 2. Weltkrieg weiterbetrieben.
In dieser Straße wohnten 1748 u.a. Bürgermeister Nicolaus Böteführ (im Amt 1717 - 1752) und Bürgermeister Jochim Schulz (im Amt 1727 - 1764).
1917 wohnt in der Burgstraße 06 (am rechten Bildrand) der Gastwirt Buck und 1925 wird der Arbeiter Franz Pukis genannt.
Am 12.März 1934 verkauft der Gastwirt Werner Buck das Haus an die Stadt Neustadt-Glewe. Am 14.März 1939 erwirbt es Karl Dunkelmann.
Wilhelmine Graack verkaufte das Bettenhaus des Burghotels am 13.Oktober 1920 an den Mühlenpächter Friedrich Weinaug. Im Parterre wurden Lagerräume eingerichtet, in den oberen schuf Weinaug Wohnraum. Das linke Gebäude wurde von ihm zu einer Notmühle ausgebaut.
Zum 01.November 1983 wurden Burghotel und ehemaliges Bettenhaus an die Stadt übergeben.
Das alte Bettenhaus wollte die Stadt erst zum Kultur- und dann zum Wohnhaus umbauen. Die Zwischendecken wurden mit Schlacke aus dem Lederwerk verfüllt.
Die ersten Familien, die hier einzogen, mussten bald wieder ausziehen, da die Decken einzustürzen drohten. So blieb dieses Gebäude für einige Jahre eine Bauruine.
Im Frühjahr 2002 wurde es abgerissen.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.khv-neustadt-glewe.de.
Kultur- und Heimatverein Neustadt-Glewe, Gerhard Düker