Titel Logo
Strelitzer Echo
Ausgabe 1/2026
Redaktionelles
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Seniorensicherheitsberatung MV informiert: Aufklärungsprojekt „Tatort Telefon“ warnt vor Betrug

Schockanrufe, Enkeltrick und anderer Callcenterbetrug stellen weiterhin eine erhebliche Gefahr dar, insbesondere für Menschen über 60 Jahre. Die Seniorensicherheitsberatung Mecklenburg-Vorpommern weist in diesem Zusammenhang auf das bundesweite Aufklärungsprojekt „Tatort Telefon“ hin, das gezielt über aktuelle Betrugsmaschen am Telefon informiert.

Der sogenannte Enkeltrick ist eine besonders hinterhältige Form des Betrugs, die für Betroffene oft existenzielle Folgen haben kann. Täter rufen meist ältere, alleinlebende Personen an und beginnen das Gespräch mit Sätzen wie „Rate mal, wer hier spricht“. Anschließend geben sie sich als Enkel, Verwandte oder enge Bekannte aus und schildern eine angebliche Notlage – etwa einen Unfall, einen dringenden Autokauf oder finanzielle Probleme.

Die Situation wird gezielt als äußerst dringend dargestellt. Häufig erfolgen mehrere Anrufe, um Druck aufzubauen. Sobald das Opfer bereit ist zu zahlen, wird ein Bote angekündigt, der das Bargeld abholt. Reicht das Geld nicht aus, werden die Betroffenen aufgefordert, sofort zur Bank zu gehen und größere Beträge abzuheben. In Einzelfällen organisieren Täter sogar ein Taxi. Auf diese Weise wurden bereits Geldsummen im fünfstelligen Bereich erbeutet.

Das Projekt „Tatort Telefon“ wurde im Rahmen eines bundes- und europaweiten Polizei-Präventionsprogramms ins Leben gerufen. Ziel ist es, ältere Menschen aufzuklären, zu sensibilisieren und vor finanziellen Schäden zu schützen. Zentrale Empfehlung: Bei verdächtigen Anrufen sofort auflegen und keine persönlichen oder finanziellen Informationen preisgeben.

Weitere Informationen und Präventionsmaterialien stellt die Seniorensicherheitsberatung MV in Zusammenarbeit mit der Polizei zur Verfügung. Sie können sich unter www.polizei-beratung.de/schockanrufe und www.polizei-beratung.de ausführlicher informieren.

(PM/SE)