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Strelitzer Echo
Ausgabe 12/2023
Redaktionelles
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Unter diesem Motto "Wer kennt heute noch die Prußen?", das zugleich der Filmtitel ist, veranstaltet der Filmklub in der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz, Sandberg 3a, am Sonntag, dem 3. September, einen besonderen Filmnachmittag, zu dem um 15 Uhr herzlich eingeladen wird.

Bei Kaffee und Kuchen gibt es eine kurze Einführung in das Thema des dreiviertelstündigen Films, der 1991 vom DEFA-Studio für Dokumentarfilme gedreht wurde. Dazu ist die Regisseurin Leonija Wuss-Mundeciema aus Berlin eingeladen.

„Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender das Nachdenken sich damit beschäftigt: Der gestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.“ - An diese Worte Kants erinnert der Film, während man die Geschichte eines verschollenen Volkes nacherlebt, die mit Akribie und Fleiß von Otto Schneidereit aus Stralsund zusammengetragen wurde. Der Film ist eine Art Doppelporträt: Wir lernen den Autor kennen, dem in der DDR journalistische Arbeit versagt wurde. Er schrieb ein Buch über die Prußen, konnte es aber in deutscher Sprache bis 1990 nicht veröffentlichen. Und wir erfahren das Wesentliche über die Prußen, die „Indianer Europas“. Ihren Namen haben sich die Preußen angeeignet, jedoch ihre Kultur und ihre Sprache, eine der ältesten Europas, wurden verdrängt. Der Film deutet die Geschichte der Prußen, die auf der Kurischen Nehrung beheimatet waren, durch klare und einprägsame Bilder.

Nach dem Film ist die Regisseurin gern zu einem Gespräch mit den Zuschauerinnen und Zuschauern bereit. Um Voranmeldung wird gebeten unter Telefon 03981 203145.

(PM/SE)