In der ersten Ausgabe des diesjährigen Strelitzer Echos informierte die Stadtverwaltung Neustrelitz über das Sirenenwarnkonzept der Residenzstadt. Ziel der Stadt ist es, bis 2027 in Abhängigkeit von Fördermitteln mit 11 Sirenenstandorten sowie einer mobilen Warneinheit eine flächendeckende Warnung von über 95 Prozent der Bevölkerung zu erreichen. Dabei soll der Einsatz der Sirenen weitere Warnsysteme jedoch nicht ersetzen, sondern ergänzen. Letztlich kann nur ein ausgewogener Warnmittelmix eine hohe Erreichbarkeit garantieren. Machen Sie sich daher im Interesse eines umfassenden Selbstschutzes mit den unten genannten Warnsystemen vertraut. Es ist wichtig zu wissen, wie Warnmeldungen ausgelöst werden und wie man sie empfangen kann.
Der Bund betreibt ein auf Satelliten gestütztes modulares Warnsystem (MoWaS). Damit können Bund und Länder die Warnmeldungen über verschiedene Übertragungswege auf verschiedene Endgeräte übermitteln. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hält im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern zusätzliches Equipment vor. Das modulare Warnsystem löst z. B. Warn-Apps samt der Warnmeldung aus, die dann auf Smartphone, im Radio oder im TV ausgestrahlt werden. Der Vorteil eines Warnmittelmixes ist, dass der Ausfall eines Kanals durch das Funktionieren anderer Warnmittel kompensiert werden kann.
Warnungen können über folgende Geräte abgerufen werden:
Radio, Fernsehen und da, wo es sie gibt, öffentliche Anzeigetafeln. Dabei werden Informationen zur auftretenden Gefahr und zu entsprechenden Verhaltensweisen übermittelt. Stellen Sie möglichst einen regionalen Sender ein, z. B. den Norddeutschen Rundfunk.
Für Smartphones gibt es weitere Warn-Apps, die von Behörden betrieben werden:
| • | die bundesweite KATWARN Warn-App, |
| • | die regionale BIWAPP (Bürger-Informations- und Warn-APP) oder |
| • | NINA (Notfall - Informations- und Nachrichten – App). |
Die Warnungen über konkrete Gefahren sind hier das zentrale Element. Unter Notfalltipps findet man aktuelle Hinweise, wie man sich schützen kann.
Mit der Cell Broadcast Technologie steht zudem ein Kanal zur Verfügung, womit Warnmeldungen an alle Menschen mit Mobilfunkgerät versendet werden können, die sich in einer bestimmten Funkzelle eines Mobilfunknetzes aufhalten. Solange die Geräte eingeschaltet und empfangsbereit sind, können auf diesem Wege alle Bürgerinnen und Bürger mit einem Smartphone erreicht werden. Selbst Navigationsgeräte in Fahrzeugen können Warnungen über den TPEG2-EAW Dienst (Emergency Alerts and Warnings) empfangen.
Die Residenzstadt Neustrelitz empfiehlt allen Bürgerinnen und Bürgern sich mit den verfügbaren Warnsystemen vertraut zu machen.