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Strelitzer Echo
Ausgabe 8/2026
Redaktionelles
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Ein Blick hinter die Kulissen des Landestheaters Neustrelitz

Einen besonderen und unvergesslichen Ausflug unternahmen kürzlich einige Mitglieder der AWO MST Regionalgruppe Neustrelitz mit einem Besuch im Landestheater Neustrelitz. Dabei bot sich die seltene Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen eines Hauses zu werfen, das seit Generationen das kulturelle Leben der Region prägt und in diesem Jahr auf eine beeindruckende 250jährige Geschichte zurückblicken kann.

Schon beim Betreten des Theaters wurde deutlich, dass eine Aufführung weit mehr ist als das, was das Publikum später auf der Bühne sieht. Unter der fachkundigen und äußerst engagierten Leitung von Frau Chantal Obermair führte der Rundgang durch zahlreiche Bereiche des Hauses. Die Teilnehmenden erhielten spannende Einblicke in die Arbeit der vielen Menschen, die täglich dafür sorgen, dass Vorstellungen reibungslos ablaufen und Theatermagie entstehen kann.

Besonders beeindruckend war die Besichtigung der Bühne. Hier erfuhren die Mitglieder viel über die technische Ausstattung, die aufwendigen Kulissenwechsel und die vielfältigen Möglichkeiten moderner Bühnentechnik. Anschaulich wurde erklärt, wie Licht, Ton und Bühneneffekte eingesetzt werden, um Stimmungen zu erzeugen und Geschichten lebendig werden lassen. Einige waren überrascht, wie präzise die Abläufe hinter den Kulissen koordiniert werden müssten, damit auf der Bühne alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort geschieht.

Ein weiterer Höhepunkt war der Einblick in die Ankleideräume und der Maske. Dort wurde deutlich, welch große Bedeutung Kostüme, Frisuren und Make-up für die Darstellung einer Rolle haben. Mit viel Kreativität, handwerklichem Können und Liebe zum Detail entstehen hier die äußeren Erscheinungsbilder der Figuren, die das Publikum später auf der Bühne erlebt.

Großes Interesse fand auch die Schneiderei. Hier werden Kostüme angefertigt, geändert und gepflegt. Alle erfuhren, wie viel Arbeit in jedem einzelnen Kostüm steckt und wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Regie, Ausstattung, Schneiderei und Darstellern ist. Jedes Kleidungsstück trägt dazu bei, eine bestimmte Zeit, einen Charakter oder eine Stimmung glaubwürdig darzustellen.

Während der Führung berichtete Frau Obermair außerdem über die Entwicklung des Hauses, seine Bedeutung für die Region und die Herausforderungen eines modernen Theaterbetriebes. Mit großer Begeisterung beantwortete sie all die zahlreichen Fragen und vermittelte interessante Hintergrundinformationen, die man als Zuschauer*in im normalen Theateralltag kaum erfährt.

Besonders passend war der Besuch in einer Zeit, in der die Sommerfestspiele bereits begonnen haben und das Landestheater sein 250jähriges Jubiläum feiert. Mit dem Stück „Spielt!“ blickt das Landestheater auf seine Geschickte zurück. An der Jubiläumsproduktion sind alle Sparten beteiligt: Schauspiel, Musiktheater und Tanz. Die letzte Vorstellung lief am 12. Juni 2026.

Mit großer Vorfreude blickt das Ensemble bereits jetzt auf die Premiere der Operette „Die Csárdásfürstin“ am 3. Juli 2026. Die berühmte Operette zählt zu den beliebtesten Werken ihres Genres und verspricht den Besucherinnen und Besuchern der Festspiele ein besonderes kulturelles Erlebnis.

Mit vielen neuen Eindrücken und einem noch größeren Verständnis für die Kunst des Theaters traten alle den Heimweg an und wünschen dem gesamten Ensemble, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Festspielen eine erfolgreiche Saison und der Premiere der „Csárdásfürstin“ viel Erfolg und „Toi, toi, toi.“

(PM/PS)