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Nieparser Amtskurier
Ausgabe 5/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Wunder gibt es immer wieder!

Viele von Ihnen kennen diesen Satz sicher von Katja Ebstein und haben ihn sogar live hören können, als sie das gleichnamige Lied 1970 beim ESC performte und den dritten Platz für Deutschland belegen konnte.

Ich habe diesen Moment leider verpasst, aber dafür war ich hautnah dabei, als wir erstmalig wieder an einem Feuerwehrwettkampf teilnahmen. Der lange Winter hatte für viele Grappen in unseren Köpfen gesorgt und da wir die Feuerwehrgemeinschaft auch in unserer kleinen Gemeinde am Leben erhalten wollen, wurden Wettkampfpläne geschmiedet. Langsam, aber sicher ging es wieder los. Die wichtigste Frage: „Wo kommt das Wasser her?“. Doch dank des Meyer-Hofes aus Richtenberg war der Wassertransport abgesichert und der Feuerlöschteich konnte problemlos angezapft werden. Dann noch Material rauskramen und die Kupplungen gängig machen, damit auch olympische Zeiten abgeliefert werden können. Sie wissen ja, Glaube versetzt Berge!

Endlich ging das Training los. Gar nicht unübel lieferten wir die ersten Läufe auf dem heimischen Sportplatz ab. Wichtig war dabei, auf die richtigen Kommandos zu achten. Doch am Wettkampftag selbst überraschten uns die verrücktesten Kombinationen in Sachen Startkommando. Das konnte uns aber nicht aus der Bahn werfen, wir waren geübt. Der erste Lauf ging leider nicht in die Wertung ein, doch die angespannte Stimmung löste sich schnell, nachdem auch andere Mannschaften Probleme hatten und keine gültigen Zeiten aufstellen konnten. Dann Konzentration auf die zweite Runde. Jetzt sollte alles klappen. Bloß nicht aus der Ruhe bringen lassen, keinen Frühstart hinlegen, aber trotzdem schnell genug sein. Hoffentlich springt die Pumpe an und keiner rutscht aus. Sie glauben gar nicht, wie man da ins Schwitzen kommt. Aber dank phänomenaler Teamshirts war der Schweiß modisch verdeckt. Vielen Dank an unsere zwei Zauberer, welche uns in kürzester Zeit einen Satz Wettkampfshirts bedruckt haben. Die neuen Nickis sind sogar personalisiert, ganz zum Leid derer, die gern anonym geblieben wären. Es ist auf alle Fälle was fürs Auge.

Achso, ich wollte ja vom zweiten Lauf berichten. Es lief! Wasser, Schweiß, unsere Füße: alles lief so, wie es sollte. Und der Abend wurde noch besser. Nachdem wir schon sicher mit dem letzten Platz gerechnet hatten, gab es bei anderen Mannschaften ebenfalls Fehler und so konnten wir stolz den 12. Platz einfahren. Was ein Geschenk! Das Ergebnis nach 8 Jahren Wettkampfpause kann sich sehen lass. Das macht Mut und Freude auf mehr. So konnten wir bei den anderen noch einige Tipps und Tricks abschauen und werden in Zukunft daran arbeiten, das Beste aus uns und der Technik herauszuholen. Zur Freude aller gab es sogar Medaillen.

Bei der Siegerehrung konnte man vor allem eins deutlich spüren: die Gemeinschaft. 14 Mannschaften und sämtliche Unterstützer, die zu Beginn und zum Ende alle zusammenstehen, egal ob man sich kennt oder nicht. Das ist eine unbeschreibliche Atmosphäre. Genau dann wird deutlich, dass außerhalb des Wettkampfs alle das gleiche Ziel verfolgen: den Dienst für die Gemeinschaft. Und damit das weiterhin reibungslos gewährleistet werden kann, brauchen wir alle, egal welche Feuerwehr, Nachwuchs bzw. Zulauf. Egal ob frisch aus der Jugendfeuerwehr oder schon fortgeschrittenen Alters: Ihre örtliche Feuerwehr braucht Sie. Wir alle sind doch froh, wenn wir nicht mit unserem Gardena-Schlauch das Haus löschen oder die Katze im Baum verhungern lassen müssen.

Im Namen der Wettkampfgruppe möchte ich mich bei den Dorfbewohnern bedanken, die die feierabendlichen Störungen problemlos hinnahmen. Vielen Dank an unsere Fangemeinde, Trainer, Mechaniker, Fahrer, Zeitnehmer, Köchin und Grillmeister. Danke, an alle, die uns unterstützt haben. Und natürlich danke für alle Ratschläge, egal ob hilfreich oder nicht, denn man lernt bekanntlich nie aus. In diesem Sinne: Gott zur Ehr‘, dem Nächsten zur Wehr.

Franziska Bennemann, Feuerwehr Jakobsdorf