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Uns Pütt
Ausgabe 2/2026
Neues aus der Region
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Rückblick: Primärprävention mit der Wanderausstellung ZERO!

Parchim. Vom 12.01. - 15.01.2026 machte die Wanderausstellung „ZERO!“ zum zweiten Mal Stopp im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Die interaktive Ausstellung richtetete sich insbesondere an Jugendliche, junge Erwachsene, Eltern und alle Interessierten, um über die Gefahren von Alkohol in der Schwangerschaft aufzuklären.

Die Ausstellung war in drei Stationen gegliedert. Im Ersten Teil sah man das Innenleben der Gebärmutter mit der Sicht des ungeborenen Kindes, inklusive Ultraschallbildern, Filmen und Tonaufnahmen. Im zweiten Bereich wurden der Alltag der werdenden Mutter und typische Situationen, die zum Alkoholkonsum verleiten können dargestellt. Der dritte Teil präsentierte Berichte von Menschen mit FASD (fetales Alkoholsyndrom).

Authentische Stimmen schilderten Alltagserfahrungen und täglichen Herausforderungen. Die Wanderausstellung bot einen eindrücklichen und anschaulichen Zugang in die Entwicklung eines Kindes, in den 40 Schwangerschaftswochen und dem Tabuthema Alkohol in der Schwangerschaft. Nach Angaben des FASD- Netzwerkes Nordbayern e.V. entstehen in Deutschland mehr als 14.000 neue Fälle von FASD. Dies ist damit die häufigste nicht genetisch bedingte Ursache für eine verhinderbare, gravierende, lebenslängliche Beeinträchtigung bei Neugeborenen. Durch den Alkoholkonsum in der Schwangerschaft können körperliche, geistige und neurologische Beeinträchtigungen entstehen – von Wachstumsstörungen über Organschäden bis hin zu kognitiven Einschränkungen.

Die Ausstellung macht deutlich: Jeder Schluck Alkohol während der Schwangerschaft birgt ein Risiko. Familie und Freundeskreis sollen sensibilisiert werden und solidarisch sein, damit werdende Mütter in einem unterstützenden und alkoholfreien Umfeld leben können. FASD ist zu 100 vermeidbar! Das Kind trinkt mit! Sofort hat es den gleichen Promillewert wie die Mutter. Das Kind braucht bis zu 10 mal länger als die Mutter, um den Alkohol abzubauen!

Dieses Projekt ist in Kooperation des Fachdienst Gesundheit des Landkreis LUP und der Stadt Parchim entstanden.

„Die Förderung erfolgt mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit in M-V (GKV-Buendnis MV).“