In Parchen bi Pütt ward plattdütsch snackt!
Parchim. Pünktlich zur 800-Jahr-Feier der Stadt Parchim bekommen die Ortseingangsschilder einen traditionsreichen Zusatz: An 14 Stellen weisen die neuen Schilder auf Parchims plattdeutsche Tradition hin. Nach Absprache mit dem Parchimer Heimatbund und nach Einschätzung der Universität Greifswald (Pommersches Wörterbuch), bekommen die Ortseingänge Hinweise auf den eigentlichen plattdeutschen Namen der Stadt Parchim „Parchen“ und den sehr verbreiteten Spitznamen „Pütt“.
Zur 800-Jahr-Feier will die Stadtverwaltung, Einheimische und Touristen mit dem sympathischen plattdeutschen Namen in der Kreisstadt begrüßen und etwas für den Erhalt der plattdeutschen Sprache tun. Eventuell wird durch den Zusatz auch die Auseinandersetzung mit der Sprache/dem Dialekt angeregt.
Zur gesetzlichen Regelung: Den Gemeinden des Landes Mecklenburg-Vorpommern ist die Möglichkeit eröffnet worden, den niederdeutschen Ortsnamen einer Gemeinde auf einem Zusatzzeichen am Ortseingang zu führen. Grundlage hierfür bildet die allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung, sowie der entsprechende Erlass des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern.