Stadtpräsidentin Ilka Rohr.
Sehr geehrte Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter, sehr geehrte Gäste,
aus der SPD-Fraktion möchte ich folgende Änderung in der Besetzung des Stadtentwicklungsausschusses bekannt geben: Herr Heinrich Fauck ist als sachkundiger Einwohner nunmehr ordentliches Mitglied und Herr Rainer Rolletschek Stellvertreter.
Sehr geehrte Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter, sehr geehrte Gäste,
lassen Sie mich an dieser Stelle kurz auf die 800-Jahrfeier unserer Stadt zurückblicken.
Unsere Einwohner, Besucher und Gäste durften zahlreiche Höhepunkte im Großen wie im Kleinen erleben. Ich denke, es war für die unterschiedlichsten Interessen, für alle etwas dabei. Die Eröffnung im Innenhof der Kulturmühle, der große Andrang bei der Eröffnung der Sonderausstellung im Museum, der große Festgottesdienst, das gemeinsame Radeln durch die Ortsteile, der Landeswandertag, das Stadtfest und der Festumzug haben das Gesicht der Stadt in diesen Tagen geprägt. Erwähnen möchte ich auch den gelungene Familien-und Aktionstag in der Weststadt, der gerade hier in der Bevölkerung sehr gut angekommen ist. Ob das Mieterfest der Wobau, das Kinderfest am Kinder-, Jugend- und Familientreff, die Kraftdreikampf -Stadtmeisterschaft mit den Fitnessstudios, das kulturelle Bühnenprogramm, die Führungen der kleinen stolzen Schülerinnen und Schüler durch ihre sanierte Grundschule, das Open Air Kino werden in bester Erinnerung bleiben.
Es gab aber auch die kleinen Momente mit besonderer Wirkung: Hierzu gehörte u.a. der Tag der offenen Tür im Stadtarchiv, der von unseren FSJlern Alina und Lukas aus der Bibliothek mit unterstützt wurde. Diese wiederum führte einen Schreibworkshop zum Kennenlernen der altdeutschen Schriften durch. Oder: Die Einweihung einer Gedenktafel für die Gründerin unseres Krankenhauses Anna Heucke im Beisein von Frau Dr. Grundmann-Heucke, der Großnichte der Krankenhausstifterin anlässlich der 800-Jahrfeier. Das hat auch zu einer Publikation im Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern geführt. Somit wurde einer von vielen besonderen Entstehungsgeschichten in Parchim gedacht. Herzlichen Dank nochmals dafür. Dass wir auch mit dem Oberbürgermeister aus Neumünster Herrn Tobias Bergmann sowie dem Bürgermeister der Stadt Peer Herrn Mathei und seinen Stadträten aus Belgien auch Gäste aus unseren Partnerstädten begrüßen durften, hat uns natürlich besonders gefreut.
Letztendlich möchte ich mich bei allen Mitwirkenden und Organisatoren, Vereinen, Institutionen und Unternehmen recht herzlich bedanken für ihren Einsatz, der zum guten Gelingen beigetragen hat. Es hat Zeit, Mühe, Aufwand und mit Sicherheit auch Nerven gekostet. Mein herzlicher Dank gilt allen, die dieses Jubiläum mit ihrem Einsatz möglich gemacht haben. Danke auch an meine beiden Stellvertreter und Mitstreiter, die gerade bei den Terminen in der Festwoche und bei der Betreuung der Gäste tatkräftig zur Seite standen.
Und nicht nur in der Festwoche gab es Feierlichkeiten. Auf 25 Jahre Gemeinschaft, Spaß und unvergessliche Momente konnte unser Dorfclub Dargelütz am vergangenen Samstag zurückblicken. Unser Sportclub Parchim wurde 10 Jahre alt und konnte im 100-jährigen Bestehen des Stadions am See (5.9.1926) die Einweihung nach der komplexen Umbaumaßnahme mit einem legendären Fußballspiel würdig begehen.
An dieser Stelle nur noch mal der Hinweis: am 8.September 1926 erfolgte die Einweihung unserer städtischen Turnhalle am Mönchhof. Sport als große Tradition in Parchim!
Auch Ludwigslust und Wittenburg haben ihre Jubiläen würdig gefeiert. Zum 150. Stadtjubiläum in Ludwigslust konnte ich mit einer kleinen Parchimer Delegation am dortigen Festumzug teilnehmen und auf Einladung der Stadt Wittenburg anlässlich der 800 Jahrfeier habe ich beim Jahresempfang die herzlichsten Glückwünsche der Stadt Parchim überbringen dürfen.
Museum
Mitte Juli wird das Museum eine Ausstellung im Begrüßungsraum mit dem Thema Stadt der Zukunft eröffnen. Hier werden Arbeiten von Kindern und Jugendlichen gezeigt, die u. a. aus einem Kooperationsprojekt mit dem Haus der Jugend entstanden sind und kreative „Miniaturwelten“ zu den persönlichen Visionen, Wünschen und Ideen für die Zukunft der Stadt Parchim in einem Pappkarton sichtbar machen. Zwischen Alltag und Utopie entstehen vielfältige Zukunftsbilder, die zum Weiterdenken einladen. An einer partizipativen Mitmach-Station werden die Gäste eingeladen, sich selbst kreativ einzubringen (Laufzeit bis zum 25. Oktober | 4. Etage Begrüßungsraum | Eintritt frei).
Hinweisen möchte ich auch auf einen spannenden Vortrag am 10.September unter dem Titel „Unter unseren Füßen-Neue Erkenntnisse aus den Ausgrabungen an St. Georgen“ von Gesine Ratfelder Grabungsleitung und Dr. Torsten Dressler vom gleichnamigen Archäologiebüro.
Stadthalle
Nach einer erfolgreichen Veranstaltungs- und Jubiläumssaison geht die Stadthalle Parchim nun in die Sommerpause. Die veranstaltungsfreie Zeit wird gezielt genutzt, um wichtige bauliche Maßnahmen umzusetzen und die Infrastruktur der Stadthalle weiter zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen die Erneuerung der Brandschutztüren sowie der Einbau einer Fernwärmestation. Mit diesen Investitionen werden sowohl die Sicherheit als auch die Energieeffizienz des Gebäudes nachhaltig gestärkt. Damit schaffen wir wichtige Voraussetzungen für einen modernen und zukunftsfähigen Veranstaltungsbetrieb.
Gleichzeitig laufen bereits die Vorbereitungen für die neue Saison. Der neue Programmflyer für die Spiel- und Veranstaltungssaison 2026/2027 wird derzeit erstellt und auf den Weg gebracht. Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich auch in Zukunft auf ein abwechslungsreiches und attraktives Veranstaltungsangebot freuen. Darüber hinaus freue ich mich, dass die Sachbearbeiterstelle in der Stadthalle zum 1. Juli 2026 neu besetzt werden konnte. Mit Frau Claudia Witt steht ab sofort eine kompetente Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um Veranstaltungen, Vermietungen und die Nutzung der Stadthalle zur Verfügung. Ich wünsche Frau Witt einen erfolgreichen Start und danke allen Beteiligten, die die anstehenden Maßnahmen während der Sommerpause umsetzen. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass die Stadthalle auch künftig ein attraktiver Veranstaltungsort für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt sowie ihre Gäste bleibt.
Kultursommer
Mit den „Afterwork Electronic Beats“ am 27. August 2026 findet die open stAIRS-Reihe ihren diesjährigen Abschluss und lädt noch einmal zu einem entspannten Sommerabend in besonderer Atmosphäre ein. Ein weiterer Höhepunkt erwartet uns am 11. Juli 2026 mit dem traditionellen Picknick-Konzert in der Parkanlage „Alter Friedhof“. Das Pasternack-Trio wird mit seinem musikalischen Programm für einen stimmungsvollen Nachmittag sorgen. Ergänzt wird die Veranstaltung erneut durch ein vielseitiges Kinderprogramm am Vormittag sowie ein Open-Air-Kino am Abend, sodass Besucherinnen und Besucher aller Generationen auf ihre Kosten kommen.
Anlässlich des Stadtjubiläums dürfen wir uns außerdem auf den zweiten Teil von „Parchim in Bildern“ freuen. Marko Venner wird dabei erneut spannende Einblicke in die Geschichte und Entwicklung unserer Stadt geben und bekannte wie auch weniger bekannte Ansichten Parchims präsentieren.
Mit dem 14. Parchimer Triathlon steht am 29.August ein weiteres sportliches Highlight in unserer Stadt an. Am 12.September heißt es dann wieder bummeln und genießen in der Innenstadt zur Parchimer Einkaufsnacht. Auch die Vorbereitungen für die Parchimer Kulturnacht am 26. September 2026 laufen auf Hochtouren. Die Planungen befinden sich in der finalen Phase. Alle Details zum Programm und den beteiligten Akteuren werden in Kürze veröffentlicht.
Der Parchimer Kultursommer zeigt einmal mehr, wie vielfältig und lebendig das kulturelle Leben in unserer Stadt ist.
Mein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden, Vereinen, Künstlerinnen und Künstlern sowie den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die diese Veranstaltungen möglich machen.
Sehr geehrte Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter, sehr geehrte Gäste,
im nichtöffentlichen Teil der Stadtvertretersitzung vom 27.05.2026 wurde der Beschluss über DS/2026/283 Gewährung eines Begrüßungsgeldes in Anlehnung an Punkt 2.1 der Fachförderrichtlinie „Standortsicherung für mehr Wettbewerbsfähigkeit“ gefasst.