Im Jahre 1958 traten der LPG weitere 31 Mitglieder bei, während 14 Mitglieder austraten. Im April trat der Einzelbauer Erich Gaewert der Genossenschaft bei und brachte 2,95 ha LNF ein. Damit bewirtschaftete die LPG 733,19 ha mit 80 Mitgliedern. In der landwirtschaftlichen Produktion wurde bei einer Getreideanbaufläche von 227,55 ha ein Ernteergebnis von durchschnittlich 19 dz/ha erzielt. In der Kartoffelernte war ein Misserfolg zu verzeichnen und es wurden nur 72,80 dz/ha erzielt. Eingetreten ist dieser Misserfolg infolge mangelnder Pflege, durch Arbeitskräftemangel und erschwerten Einsatz von Maschinen infolge der nassen Witterung. Ein weiterer Ernteausfall entstand durch den Befall mit Nemathoden bei 20 ha. Durch gute Organisation und den Einsatz der Komplexbrigade konnten 16 ha Mais und 5 ha Sonnenblumen in 3 Tagen geerntet werden, weil auch in der Nacht im Schichteinsatz gearbeitet wurde. Zur Komplexbrigade gehörten 3 Mähhäcksler und 9 Hänger mit Traktoren. Der gehäckselte Mais wurde in ein Erdsilo gefahren und mit der Raupe der MTS festgefahren. Auch in der Viehwirtschaft konnte eine bedeutende Steigerung erzielt werden, insbesondere bei Rindern erhöhte sich der Bestand auf 261 Stück, davon 110 Milchkühe. Je Kuh wurde eine Steigerung um 600 kg erreicht und je Kuh wurden 2510 kg Milch gemolken. Die Schweinefleischproduktion betrug 510 dz gegenüber 300 dz im Jahre 1957. Bei einem Bestand von 60 Sauen wurden 610 Ferkel geboren. Der Geflügelbestand erhöhte sich auf 565 Stück und je Henne wurde eine Legeleistung von 128 Eiern erreicht. Durch die erhöhte Erzeugung wurde auch die finanzielle Seite positiver. In den vergangenen Jahren musste der Wert der AE mit 7,- DM vom Staat vollkommen gestützt werden, im Jahre 1958 wurde DM 1,66 je AE selbst erarbeitet. Gegenüber 1957 wurden die Einnahmen je ha um 238 DM erhöht und die Kosten um DM 19,- gesenkt. Die vom Staat zur Verfügung gestellte Wirtschaftshilfe brauchte nicht zurückgezahlt werden, sondern wurde dem unteilbaren Fonds zugeführt und steht der LPG für Viehzukäufe, Bauten und für Maschinenkäufe zur Verfügung. Im August 1958 wurde ein Betriebsausflug unternommen nach Krakow am See mit 3 Autobussen des VEB Kraftverkehr Parchim. Dort wurden Bootsfahrten unternommen und in einer Gaststätte am See zu den Klängen der Schalmeienkapelle der BSG Traktor Spornitz getanzt. Die Fahrt wurde aus dem Kulturfonds der LPG finanziert. An weiteren Bauten wurden errichtet: 1 Jungvieh-Offenstall und eine Wohnbaracke. Um die Stallungen, die neu auf dem Primanken errichtet wurden, mit Wasser zu versorgen, wurde nach Wasser gebohrt und eine Pumpanlage errichtet. Es wurde im Einvernehmen mit dem Einzelbauern Hermann Brüning Geh. 14 hinter seinem Gehöft die Pumpanlage angefangen zu bauen und 1959 im Juli fertiggestellt. Der Wert der vorhandenen Gebäude, Maschinen und Geräte betrug am Ende 1958 1.325.675 DM. Im Jahre 1958 wurde auch die MTS-Brigade VI der Leitung des Vorsitzenden unterstellt, um eine bessere Auslastung der Maschinen zu erzielen. Ebenso wurde in Verbindung mit der Schule der polytechnische Unterricht in der LPG durchgeführt. Auf der Jahresendversammlung im Januar 1959 wurden beide Feldbaubrigaden zu einer Brigade vereinigt und innerhalb der Brigade 4 Arbeitsgruppen gebildet. Kollege Glantz wurde für die nächsten 2 Jahre zum Vorsitzenden wiedergewählt. Die Zootechnikerin Kummer wurde Mitglied der LPG, während der Agronom bereits seit dem 25.01.1958 Mitglied der LPG war. Der Vorstand wurde auf 11 Mitglieder erweitert und die Rev. Komm. auf 5 Mitglieder.
Fortsetzung folgt.