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Unser Landkreis Rostock
Ausgabe 1/2026
Seite 4
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Ausbildung und Studium beim Landkreis Rostock

In der Unteren Denkmalschutzbehörde bereitet sich Alina Schaaf auf ihre Bachelor-Arbeit vor.

„Den typischen öffentlichen Dienst gibt es nicht“, sagt Kai Otte.

„Ich wollte einen großen Praxisanteil im Studium“

Alina Schaaf absolviert ein duales Studium beim Landkreis Rostock

Alina Schaaf (22) macht beim Landkreis Rostock ein duales Studium zum Bachelor of Laws – Öffentliche Verwaltung. Im Interview berichtet sie davon, wie sich Theorie und Praxis ergänzen und davon, wie sie im Team des Landkreises aufgenommen wurde.

Warum haben Sie sich für ein duales Studium im öffentlichen Dienst entschieden?

Meine Mama arbeitet beim Land MV. Daher wusste ich schon viel über die Arbeit im öffentlichen Dienst. Trotzdem hatte ich während der langen Theorie-Phase im Studium manchmal Zweifel, ob es das Richtige für mich ist. Ich bin eigentlich ein Mensch, der raus in die Praxis will. Darum war es mir wichtig, ein Studium zu wählen, bei dem ich nicht nur in der Uni sitze. Ich wollte auch einen großen Praxisanteil haben. Das selbstständige Arbeiten ist mir sehr wichtig. Dass man eben nicht nur danebensitzt und zuschaut. Das alles konnte ich mit dem dualen Studium beim Landkreis Rostock unter einen Hut bringen.

Sie studieren den Studiengang Bachelor of Laws – Öffentliche Verwaltung. Ist das der klassische Weg für die spätere Arbeit in der Verwaltung?

Viele können sich gar nicht vorstellen, was sich hinter dem Begriff verbirgt. Das Studium bereitet uns vor auf die typische Tätigkeit einer Sachbearbeiterin oder eines Sachbearbeiters im gehobenen Dienst. Die Studierenden werden ganz vielfältig und weitgefächert ausgebildet. Man kann damit später in allen Bereichen der Verwaltung eingesetzt werden, für die kein fachspezifisches Studium erforderlich ist.

Was sind die Studieninhalte?

Ein großer Anteil des Unterrichts an der Fachhochschule hat das Thema Recht zum Inhalt – Zivilrecht, Arbeitsrecht, Beamtenrecht, Sozialrecht, Kommunalrecht. Aber auch Fächer wie BWL, VWL und Rechnungswesen werden unterrichtet, denn natürlich ist auch der Haushalt ein Thema, das uns im späteren Berufsleben beschäftigen wird. Im gehobenen Dienst ist es möglich, dass wir künftig als Führungskräfte im Einsatz sind – dafür haben wir Unterricht in Psychologie. Außerdem werden Informatikkenntnisse ausgebaut.

Wie ist das Studium aufgebaut?

Derzeit ist es an der Fachhochschule so aufgebaut, dass wir zunächst anderthalb Jahre nur Grundlagenstudium haben. In dieser Zeit sind wir durchgängig an der Fachhochschule in Güstrow. Danach gehen wir ab April für ein ganzes Jahr in die Praxis und durchlaufen dabei vier Stationen.

Das ist der Teil des Studiums, in dem Sie sich gerade befinden?

Genau. Ich absolviere gerade im Bauamt meine letzte Station. Im April bin ich dann freigestellt, um meine Bachelorarbeit zu schreiben, Abgabetermin ist der 30. April. Danach folgen fünf Monate Vertiefungsstudium und die Verteidigung der Bachelor-Arbeit. Wenn alles gut läuft, erhalte ich am 30. September mein Zeugnis und bin dann fertig.

Wenn Sie jemand fragen würde, was dafürspricht, ein duales Studium beim Landkreis Rostock zu machen, was würden Sie sagen?

Jeder, der am Thema Recht interessiert ist und der sich den Bezug zur Praxis wünscht, ist mit einem dualen Studium beim Landkreis Rostock gut beraten. Man kann dabei alles, was man an der FH gelernt hat, an praktischen Beispielen in der Verwaltung anwenden. Das ist toll und hilft, die Studieninhalte zu festigen.

Was ich außerdem schön finde, ist, dass ich hier immer viel Feedback bekomme. Nach jeder Station gibt es ein Stationszeugnis, das in die Bewertung des Studiums mit einfließt. Es werden regelmäßig Gespräche geführt, sodass man immer eine Rückkopplung hat. Und man bekommt auch gesagt, wenn man etwas gut gemacht hat. Das motiviert ungemein. Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass ich als vollwertiges Mitglied des Teams sofort integriert und herzlich aufgenommen wurde – sei es bei Teamtagen oder als Mitglied des Drachenbootteams. Auch die Auszubildenden und Studierenden tauschen sich regelmäßig aus.

„Ich fühle mich gut aufgehoben“

Kai Otte macht eine Ausbildung beim Landkreis Rostock

Kai Otte (21) macht eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten beim Landkreis Rostock. Im Interview berichtet er, warum er sich für eine Ausbildung im öffentlichen Dienst entschieden hat und wie das Bewerbungsverfahren ablief.

Herr Otte, Sie sind Auszubildender im zweiten Ausbildungsjahr. Welche Stationen haben Sie beim Landkreis Rostock bisher durchlaufen?

Zuerst war ich im Personalamt. Das hat mir sehr gut gefallen, vor allem als Einstieg. Denn dabei habe ich einen guten Überblick bekommen über die verschiedenen Bereiche der Verwaltung. Danach war ich im Umweltamt. Dort hatte ich unter anderem die Aufgabe, alle Stege zu erfassen beziehungsweise zu kontrollieren, ob die beim Landkreis vorliegenden Informationen noch stimmen. Denn Bootsstege müssen gemeldet werden. Dazu habe ich in einer Liste erfasst, wer der Besitzer ist, ob dafür eine Naturschutz-Genehmigung vorliegt. Dazu hatte ich auch viele Außeneinsätze.

Ist der Öffentliche Dienst bisher so, wie Sie ihn sich vorgestellt haben? Was hat Sie überrascht?

Den typischen öffentlichen Dienst gibt es gar nicht. Im Umweltamt ist es komplett anders als im Personalamt. Und in anderen Ämtern ist es dann noch wieder etwas ganz anderes. Klar, die Arbeit im Büro ist überall ähnlich. Aber ansonsten sind die Aufgaben wirklich sehr vielfältig.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich im Öffentlichen Dienst und konkret beim Landkreis Rostock zu bewerben?

In der Schule hatten wir im Fach Sozialkunde ein Semester lang das Thema Recht. Das fand ich spannend. Aber ich wollte kein Studium anfangen, ohne zu wissen, was später in der Praxis auf mich zukommt. Also habe ich mir gedacht, ich mache lieber erstmal eine Ausbildung und kann mich dann später immer noch weiter qualifizieren.

Außerdem wollte ich eine Ausbildung machen, bei der ich im Anschluss auch einen sicheren Arbeitsplatz habe. Darüber habe ich viel mit meiner Familie gesprochen. Von dort kam der Tipp, mal zu schauen, was bei den Ämtern ausgeschrieben ist. So bin ich auf den Landkreis gestoßen. Das passte gut, da ich aus der Nähe von Güstrow komme.

Sie haben sich also beworben. Und was passierte dann?

Ich habe eine Einladung zum Einstellungstest bekommen. Dabei wurde vor allem Allgemeinwissen abgefragt – Mathe, Deutsch, ein kleiner Englischteil war dabei, viel logisches Denken. Der Test war nicht schlimm. Die Themen waren mir aus der Schulzeit geläufig. Nachdem der Test ausgewertet war, wurde ich zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Danach habe ich relativ zeitnah eine Zusage erhalten.

Neben der Praxis gehört zur Ausbildung auch der Besuch der Berufsschule. Die ist hier in Güstrow. Was sind da so die Lehrinhalte?

Der schulische Part der Ausbildung unterteilt sich in den Unterricht an der Berufsschule sowie die sogenannte Dienstbegleitende Unterweisung (DBU), die über das Studieninstitut abgedeckt wird. Über das Studieninstitut werden auch die Prüfungen geschrieben. Zu den Inhalten gehören Zivilrecht, Verwaltungsrecht, Finanzwesen und Personalwesen. In der Berufsschule haben wir zusätzlich Fächer, die man aus der Schule kennt – zum Beispiel Sport, Sozialkunde, Deutsch und Englisch.

Wenn Sie jemand fragen würde, ob er sich beim Landkreis Rostock um einen Ausbildungsplatz bewerben soll, welche Argumente würden aus Ihrer Sicht dafürsprechen?

Der öffentliche Dienst ist ein attraktiver Arbeitgeber. Daher ist das auf jeden Fall ein Argument für eine Ausbildung beim Landkreis Rostock. Ich kann auch nichts Schlechtes sagen über das Gehalt während der Ausbildung Wir haben viele Urlaubstage und die Arbeitszeiten sind angenehm. Konkret beim Landkreis Rostock sind die Kolleginnen und Kollegen ein echtes Plus. Ich habe hier noch niemanden kennengelernt, um den man einen Bogen machen müsste. Als Auszubildender habe ich in jedem Amt eine Ansprechperson. Ich fühle mich gut aufgehoben.

Karrierestart beim Landkreis Rostock

Ausbildungsberufe
  • Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten (m/w/d)
  • Ausbildung zum Vermessungstechniker (m/w/d)
  • Fachinformatiker (m/w/d)
  • Geomatiker (m/w/d)
  • Fachangestellte (m/w/d) für Medien- und Informationsdienste
Duale Studiengänge
  • Bachelor of Laws – Öffentliche Verwaltung (m/w/d)
  • Bachelor of Arts – Soziale Arbeit (m/w/d)
  • Bachelor of Science – Bauingenieurwesen (m/w/d)
  • Bachelor of Engineering – Geodäsie und Messtechnik (m/w/d)
  • Bachelor of Engineering – Geoinformatik (m/w/d)

Ein Praktikum oder ein Bundesfreiwilligendienst ist eine gute Möglichkeit, um einen Einblick in die Arbeit beim Landkreis Rostock zu bekommen.