Penzlin Von Annette und Christian Lukesch erfuhren die Gäste im Rittersaal der Alten Burg zu Penzlin, am 2. Dezember Interessantes über die Pflanzennamen. So war zu hören und sehen, was die Pflanzen mit dem christlichen Glauben zu tun haben. Dazu reichten die Mitarbeiterinnen der Alten Burg Heißgetränke und Gebackenes.
Der Klostergarten des Bibelzentrums Barth ist als Kreuzweg angelegt. Im Bibelgarten lassen sich etwa 150 Pflanzen entdecken: von den „Lilien des Feldes“ und der „Jakobsleiter” über „Gottesauge” und „Madonnenlilie” bis zu „Weinraute” und „Judassilberling”.
Die Pflanzen bekamen auf ihren Namen einerseits auf Grund ihres Aussehens
Andererseits rangen sich die verschiedensten Legenden um diese Pflanzen. Hier eine kleine Auswahl der Pflanzen: Johannisbeere, Feuersalbei auch Johannisfeuer, - kraut, Barbarakraut Nutzpflanze, Christrose, Lenzrose, Weihnachtsstern, Josephsblume auch Schneeglöckchen oder Märzenbecher, Michaelsblüte auch Herbstzeitlose, Weihrauch auch Mottenkönig, Thymian als „Unser lieben Frauen Bettstroh“, Rainfarn als „Unseres lieben Herrn Bettstroh“, Priesterkragen, Paradiesäpfel Paradeiser sowie Gottesauge auch Dreimasterblume.
Im Klostergarten gedeihen auch 38 Rosenarten wie Beispiel: Rosen „Alleluja“, „Lichtkönigin Lucia“, „Aschermittwoch“ oder „Benedetto“
Als Symbolpflanzen gibt die Rosen als Symbol der Verschwiegenheit. Die Rose, besonders die weiße, gilt seit dem Altertum auch als Zeichen der Verschwiegenheit. Seit dem Mittelalter enthält das Schnitzwerk vieler Beichtstühle auch Rosen als Symbol der Verschwiegenheit:
Dem Priester wurde das Gesprochene sub rosa („unter der Rose“), also streng vertraulich, mitgeteilt.
Unter weiteren biblischen Namen kennt man die Lutherrose, die Pfingstrosen, das Maiglöckchen, die Schwertlilie auch Iris, die Madonnenlilie, den Frauenmantel, das Mariengras - nur noch selten auf den Wiesen zu sehen, der Akanthus als Symbol für die Ewigkeit sowie den Efeu.
Für die Obst-, Gemüse- und Kräutergarten sind Fenchel, Salbei, Weinkarte, Lavendel, Kardobenediktenkraut, Liebstöckel, Osterluzei geplant.
Ca. 200 Bibelgärten, gefördert aus Leadermitteln, gibt es in Deutschland.
Christlich verankert seit Kindesbeinen widmete Annette Lukesch sich diesem Thema.