v.l.n.r.: Bürgermeister Sven Flechner, Preisträgerin Doris Wille und Stifter des Preises Dr. Bernd-Albrecht von Maltzan
Das letzte Märzwochenende stand ganz im Zeichen von Johann Heinrich Voß. Die Preisträgerin des oben genannten Preises, Frau Doris Wille, wurde im Rahmen einer Festveranstaltung am 29.03. feierlich ausgezeichnet. Ihre Übersetzung des literarischen Essays „Die Nadeln des Aufstands", eine Kulturgeschichte des Strickens von Katerina Schiná, überzeugte die Jury um Dr. Ulf-Dieter Klemm. In seiner Begründung betonte Dr. Klemm, dass Doris Wille das Essay nicht nur einfach übersetzte, sondern durch ihre umfangreiche Recherche und Auseinandersetzung mit der Thematik eine liebevolle Erweiterung und Ergänzung geschaffen und zugleich herausgegeben hat. Der griechische Roman erschien 2014 im Original. Das Buch wurde 2015 mit dem Griechischen Staatspreis für Literatur in der Kategorie „Essay-Kritik" ausgezeichnet.
Überreicht wurde der Preis vom Stifter desselben, Herrn Dr. Bernd-Albrecht von Maltzan. Mit diesem Preis möchte er die Aufmerksamkeit für griechische Literatur in Deutschland erhöhen und diese aus ihrem Nischendasein hervorholen. Der Kulturaustausch zwischen Griechenland und Deutschland ist ihm ein wichtiges Anliegen. Der Preis wurde nach 2023 bereits zum zweiten Mal vergeben. Die Tafeln mit den Namen der Preisträgerinnen sind im Voß-Literaturhaus angebracht.
Am Vorabend der Preisverleihung begeisterte Dr. Bernd-Albrecht von Maltzan das zahlreiche Publikum im Voß-Literaturhaus mit seinem Vortrag „Voß-Penzlin-Maltzan", in welchem er auf kurzweilige und interessante Weise eine Brücke zwischen der Familie Voß und der Familie Maltzan schlug, deren Schicksale in Penzlin und Umgebung eng miteinander verwoben waren.