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Müritz-Anzeiger
Ausgabe 11/2026
Aus der Stadt und den Gemeinden wird berichtet
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Erfolgreicher Test von Wärmeinseln und Leuchttürmen in der Stadt Röbel/Müritz

 

Mit Blick auf mögliche Energieengpässe und Krisensituationen hat das Land Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen Jahren gezielt den Aufbau sogenannter Wärmeinseln und Leuchttürme gefördert. Hintergrund dieser Initiative sind unter anderem die gestiegenen Anforderungen an den Bevölkerungsschutz infolge der energiepolitischen Entwicklungen der letzten Monate und Jahre. Ziel ist es, die Kommunen besser auf Notlagen wie länger andauernde Stromausfälle oder Ausfälle der Wärmeversorgung vorzubereiten. Wärmeinseln dienen dabei als beheizte Aufenthaltsorte für die Bevölkerung, während Leuchttürme als zentrale Anlaufstellen für Information, Kommunikation und Koordination fungieren.

Im Rahmen der Förderung wurden im Amtsbereich Röbel-Müritz mehrere Standorte technisch ertüchtigt. Dazu gehörten insbesondere die Herstellung von Notstromeinspeisungen sowie die Beschaffung von Notstromaggregaten, mobilen Wärmeerzeugern und Anlagen zur Warmwasseraufbereitung. Damit wird sichergestellt, dass diese Einrichtungen auch bei einem Ausfall der regulären Energieversorgung weiterhin betrieben werden können und als verlässliche Anlaufpunkte zur Verfügung stehen.

Erstmals wurden die mobilen und ortsfesten Systeme im Stadtgebiet am 15. April 2026 unter realitätsnahen Bedingungen getestet. In allen fünf notstromgespeisten Liegenschaften – dem Begegnungs- und Grundschulzentrum, dem Haus des Gastes, dem Feuerwehrgerätehaus, dem Schulcampus Röbel sowie dem Amtsgebäude in der Bahnhofstraße – wurden die Abläufe einer möglichen Einsatzlage simuliert. Dabei stand insbesondere die Frage im Mittelpunkt, ob die technische Infrastruktur zuverlässig funktioniert und die organisatorischen Abläufe im Ernstfall greifen.

Das Ergebnis des Tests fällt insgesamt positiv aus. Die Notstromversorgung konnte an allen Standorten in Betrieb genommen werden und auch die Wärmeversorgung ließ sich zuverlässig sicherstellen. Gleichzeitig bot der Test die Gelegenheit, wichtige praktische Erfahrungen zu sammeln und Optimierungspotenziale zu identifizieren. Diese Erkenntnisse werden nun ausgewertet, um die Abläufe weiter zu verbessern und die Einsatzbereitschaft im Ernstfall noch gezielter zu stärken.

Für das zweite Halbjahr 2026 ist bereits eine weiterführende Übung gemeinsam mit dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte geplant. Dabei soll insbesondere das Zusammenspiel mit übergeordneten Behörden und weiteren Akteuren erprobt werden, um auch in komplexeren Einsatzlagen bestmöglich vorbereitet zu sein.

Abschließend gilt ein besonderer Dank allen beteiligten Akteuren, die zum Gelingen des Testtages beigetragen haben. Hervorzuheben sind insbesondere die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Bauhofs sowie die am Ausbau beteiligten Elektrounternehmen, die mit ihrer fachlichen Expertise die technische Umsetzung der Notstromlösungen ermöglicht haben.

Weitere Informationen zu den Wärmeinseln und Leuchttürmen erhalten Sie auf der Internetseite des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte oder im Ordnungsamt der Verwaltung des Amtes Röbel-Müritz.

Matthias Radtke
Bürgermeister