Wussten Sie eigentlich, dass im Amt Röbel-Müritz rund 15.000 Menschen leben? Viele von ihnen engagieren sich ehrenamtlich und setzen sich mit großem Einsatz für unsere Region ein. Besonders in den Gemeinden unseres Amtes wird dieses Engagement tagtäglich sichtbar.
Das Bündnis Weitblick hat die Bürgermeister/innen gefragt, was ihre Gemeinde ausmacht.
Seit wie vielen Jahren sind Sie im Amt?
Seit 2019 - also 7 Jahre.
Warum sind Sie gerne Bürgermeisterin bzw. Bürgermeister Ihrer Gemeinde?
Es hat mich gereizt, ein Bioenergiedorf weiterzuentwickeln, gemeinsam zu lernen und es zukunftsfähig aufzustellen. Menschen für gute Ideen zu begeistern und gemeinsam Projekte in der Gemeinde voranzubringen, motiviert mich bis heute. Dabei gehören auch Herausforderungen dazu – denn gerade sie eröffnen die Chance, gemeinsam zu wachsen und neue Lösungen zu finden. Menschen mit ihren ganz individuellen Geschichten haben mich schon immer interessiert. Ihnen zuzuhören, ihre Perspektiven zu verstehen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, empfinde ich als bereichernd und wertvoll. Dieser offene Austausch und die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Menschen sind für mich eine wichtige Grundlage, um nachhaltige Veränderungen anzustoßen.
Wenn Sie auf Ihre Amtszeit oder die vergangenen zwei Jahre zurückblicken: Worauf sind Sie besonders stolz?
Besonders stolz bin ich darauf, mit dem Projekt „Lernort Scheune Bollewick“ als Neulandgewinnerin ausgezeichnet worden zu sein. Diese Auszeichnung hat der Scheune Bollewick neue Perspektiven eröffnet und wichtige Impulse für ihre weitere Entwicklung gegeben. Ein weiteres Herzensprojekt war die Umgestaltung der ehemaligen Kita „Stoppelhopser“ zur „Villa Allerlei“. Unterstützt durch das NDR-Format „Jared packt an“. Dieses Projekt war ein beeindruckendes Beispiel dafür, was durch gemeinsames Engagement möglich ist. Familien aus der Gemeinde Bollewick, die Freiwillige Feuerwehr Bollewick, Handwerksbetriebe aus der Region sowie das Restaurant „Die Forke“ in der Scheune Bollewick haben mit großem Einsatz zum Gelingen beigetragen. Mein besonderer Dank gilt Andreas Eckert, Paul Ronnecker und Alexander Priestaff, die dieses Projekt maßgeblich unterstützt haben.
Welches ist Ihr Lieblingsort in Ihrer Gemeinde?
Mein Lieblingsort ist die Schinko-Ausstellung in der Scheune Bollewick. Hier erhält man einen kleinen Einblick in das Werk Werner Schinkos. Es ist für mich ein besonderer Ort, der dazu einlädt, die Region, ihre Menschen und ihre Tiere mit einem Augenzwinkern und einer Prise Schalk immer wieder neu zu entdecken. Ebenso gerne bin ich mit meinem Hund auf den Wegen rund um Wildkuhl unterwegs. Diese Spaziergänge machen den Kopf frei und lassen mich die Schönheit unserer Natur immer wieder neu erleben.
Wenn Fremde Ihren Ort besuchen – was sollten sie unbedingt wissen oder was sollte man unbedingt besichtigen?
Bollewick ist seit 2011 Bioenergiedorf. Die Abwärme der Biogasanlagen versorgt unser Dorf mit Wärme – wie dieses nachhaltige Konzept funktioniert, erfährt man am besten bei einer Führung. Im Ortszentrum befindet sich die größte Feldsteinscheune Deutschlands. Das beeindruckende Bauwerk aus dem Jahr 1881 ist das Herzstück unseres Dorfes. Mit Ausstellungen, Konzerten, kleinen Geschäften, kreativen Angeboten und Räumen für Feste und Veranstaltungen ist die Scheune ein lebendiger Treffpunkt für Einheimische und Gäste. Bei einer Führung lassen sich ihre spannende Geschichte und die vielen außergewöhnlichen Details hautnah erleben. Auch die beiden Kirchen der Gemeinde sind einen Besuch wert. In Nätebow befindet sich eine Kirche mit einem „fliegenden“ Taufengel, während die Kirche im Ortsteil Kambs mit ihrem sehenswerten Altar beeindruckt. Wer Freude an kleinen Abenteuern hat, kann sich im Irrgarten auf Entdeckungstour begeben und dabei so manche Überraschung erleben. Den gelungenen Abschluss eines Besuchs bildet das Restaurant „Die Forke“ in der Scheune Bollewick. In besonderem Ambiente lässt sich hier der Tag bei regionalen Köstlichkeiten und guter Gastfreundschaft entspannt ausklingen.
Bei welcher Person aus Ihrer Gemeinde wollten Sie sich schon längst einmal bedanken – und warum?
Bei Anke Bressler. Sie ist eine Frau, die sich seit vielen Jahren mit großem Herzblut in der Freiwilligen Feuerwehr Bollewick engagiert. Darüber hinaus leitet sie unsere Sportgruppe „Die Scheunenhüpper“ und hat kürzlich die Ausbildung zur „Silversurferin“ abgeschlossen. Seitdem unterstützt sie alle zwei Wochen Menschen dabei, den sicheren und selbstverständlichen Umgang mit ihrem Smartphone zu erlernen. Auch wenn es um Anliegen in der Gemeinde geht, ist Anke stets bereit mit anzupacken. Vielen Dank, liebe Anke Bressler, für deinen unermüdlichen Einsatz und dein großes Engagement für unsere Gemeinde!
Das Bündnis Weitblick bedankt sich herzlich bei Antje Styskal für den interessanten Einblick in die Gemeinde Bollewick.
Sie haben ebenfalls etwas Positives aus unserer Region zu berichten? Dann sprechen Sie uns gerne an! Bündnis Weitblick – eine Initiative ehrenamtlich engagierter Menschen im Amt Röbel-Müritz.
E-Mail: buendnis-weitblick@mail.de