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Reuterstädter Amtsblatt
Ausgabe 16/2026
Aus dem Rathaus
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Gemeinsames Gedenken an Fritz Reuter

Am 12. Juli 1874 verstarb Fritz Reuter in Eisenach. Anlässlich seines Todestages wurde auch in diesem Jahr in unserer Freundschaftsstadt Eisenach an den bedeutenden niederdeutschen Dichter und Schriftsteller erinnert.

Am Grab Fritz Reuters legten der Oberbürgermeister der Stadt Eisenach und Vertreter des Fördervereins Reutermuseen e.V. Blumen nieder. Diese traditionsreiche Würdigung zeigt, wie eng die Reuterstadt Stavenhagen und Eisenach durch das Leben und Wirken Fritz Reuters miteinander verbunden sind.

 

Stavenhagen ist seine Geburtsstadt, Eisenach wurde zu seiner letzten Lebensstation und schließlich zu seiner Ruhestätte. Beide Städte tragen daher in besonderer Weise Verantwortung dafür, sein Andenken zu bewahren, sein literarisches Erbe lebendig zu halten und es an kommende Generationen weiterzugeben.

Für seinen Grabstein hinterließ Fritz Reuter die eindringlichen Worte:

„Der Anfang, das Ende, o Herr, sie sind Dein.

Die Spanne dazwischen, das Leben war mein.

Und irrt’ ich im Dunkeln und fand mich nicht aus,

Bei dir, Herr, ist Klarheit, und licht ist Dein Haus.“

Diese Verse zeugen von Reuters tiefer Auseinandersetzung mit dem Leben, dem Glauben und der eigenen Vergänglichkeit. Sie verbinden Demut, Zuversicht und die Hoffnung, auch in schweren Zeiten Orientierung und Halt zu finden.

Fritz Reuter hat mit seinen Werken weit über seine Zeit hinausgewirkt. Seine Erzählungen stehen für menschliche Würde, Mitgefühl, Heimatverbundenheit, Freiheit und soziale Verantwortung. In niederdeutscher Sprache gab er den Menschen seiner Heimat eine unverwechselbare literarische Stimme.

Das Gedenken in Eisenach ist deshalb zugleich ein verbindendes Zeichen zwischen unseren Städten. Es macht deutlich, dass Fritz Reuter bis heute eine kulturelle Brücke zwischen seiner Geburtsstadt Stavenhagen und seiner späteren Heimat Eisenach bildet.

Wir danken unserer Freundschaftsstadt Eisenach und dem Förderverein Reutermuseen dafür, dass sie das Andenken an Fritz Reuter in würdiger Weise bewahren. Sein Werk bleibt lebendig, und sein Vermächtnis verbindet unsere Städte über Generationen hinweg.

Die Redaktion