Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr trafen sich Vertreter der städtischen Kindertagesstätten und Schulen sowie Herr Zeisler als Leiter der zuständigen Musikschule zu einer Beratung des Bildungsnetzwerkes. Herr Schilke, stellv. Leiter des Hauptamtes, begrüßte die Anwesenden am 21.09.2023 im Saal des Schlosses.
Nach einer kurzen Einleitung und Zusammenfassung der Themen der ersten Sitzung des Bildungsnetzwerkes konnte positiv berichtet werden, dass aufgrund der großen Probleme im sozialen Bereich (hier geht es um Werte, Regeln und Normen aber auch um das Schulschwänzen und regelmäßiges Vernachlässigen der Hausaufgaben) 2 weitere Schulsozialarbeiterstellen für den Bereich Stavenhagen beim Landkreis beantragt wurden.
Auch die Zusammenarbeit mit dem Schulträger, die Zusammenarbeit der Bildungsträger untereinander sowie mit anderen Einrichtungen und Vereinen wird durchweg als sehr gut beschrieben.
Kritisch sehen die Verantwortlichen allerdings weiterhin den seit Jahren anhaltenden Lehr- und Fachkräftemangel, dessen Behebung es weiterer Anreize und Fördermöglichkeiten bedarf. Hierzu muss dringend ein noch intensiverer Austausch stattfinden.
Weiterhin berichten die Schul- und KitaleiterInnen übereinstimmend, dass es in der Stadt Orte mit erhöhter krimineller Energie gibt, an denen sie sich mehr Präsenz des Ordnungsamtes oder der Polizei wünschen.
Herr Zeisler wirft die Idee der Gründung eines Zentrums für Kultur und Bildung in Stavenhagen ein. Kinder und Jugendliche hätten dadurch einen Ort, u. a. für Musik, aber auch beispielsweise für die Erledigung der Hausaufgaben oder Ähnliches. Er könnte sich hier eine Zusammenarbeit mit der Wohnungsverwaltung vorstellen, um entsprechende Räume zu erhalten, die dann 24/7 zur Verfügung stehen und auf Vertrauensbasis (ohne Personal) aufgebaut werden. In anderen Einrichtungen mit diesem Konzept habe man gute Erfahrungen gemacht. Zu diesem und vielen weiteren Themen wird es zukünftig noch einigen Gesprächsbedarf geben.
Alles in allem eine konstruktive Zusammenkunft, die in regelmäßigen Abständen zum Wohle unserer Kinder und Jugendlichen fortgeführt wird.