Ho Holla, das neue Jahr ist schon wieder zwei Wochen alt. So mancher gute Vorsatz ist entweder inzwischen eine lieb gewordene Routine geworden oder schon längst wieder vergessen. Und wer das neue Jahr etwas ruhiger angehen wollte, musste vielleicht inzwischen feststellen, dass der Alltagstrott sich sehr schnell wieder breit gemacht hat.
Doch das neue Jahr kam in seinen ersten Tagen im wunderbaren weißen Gewand. Das ließ Kinderherzen höherschlagen. Und trotz beachtlicher Kälte standen plötzlich Schneemänner im Vorgarten, flogen erste Schneebälle hin und her und wurden kleine Hügel zum geliebten Rodelberg.
Ein Wintermärchen. Trotz eisiger Kälte zog es die Menschen nach draußen. Und so mancher Vierbeiner steckte seine Nase in einen Schneehaufen und schnüffelte begeistert nach der Welt unter der Schneedecke. Andere hätten am liebsten keine Tatze auf die Erde gesetzt. Zu kalt und ungewiss erschien die weiße Pracht. Manch Frauchen oder Herrchen hatte für den vierbeinigen Begleiter dann ein „Mäntelchen“ parat. Modisch oder merkwürdig-Hauptsache es hielt warm.
Die gefiederte Tierwelt hat es bei einer geschlossenen Schneedecke deutlich schwerer. So nehmen Spatz, Meise & Co dann gern die bereitgestellten Körner und Samen an den Futterstellen an. Und für uns Menschen ist es eine Freude, dem regen Treiben am Futterhäuschen gemütlich aus dem warmen Wohnzimmer zuzusehen. Aber aufgepasst, Essensreste sind für Vögel nicht geeignet. Auch Brot kann im Magen der Tiere aufquellen. Doch bei der breiten Palette an Vogelfutter findet sich für jeden Zaungast etwas. Und das Internet bietet viele Tipps, wie man in Eigenkreation etwas für die kleinen Zwitscherer bauen kann.
Für Autofahrer begann der Tag morgens erst einmal mit Scheiben kratzen und vorsichtigem langsameren zur Arbeit fahren. Doch das haben die meisten Sternberger und Bürger in unserem Amt sehr gut hinbekommen. Und wer zu Fuß ging, dem ist vielleicht aufgefallen, dass die Wege in Sternberg schon früh beräumt und gestreut sind. Das verdanken wir den Mitarbeitern unseres Bauhofes. Die sind an den verschneiten Tagen schon sehr früh auf den Beinen, damit jeder sicher an sein Ziel kommen kann. Vielen lieben Dank.
In der weißen Winterwelt mit ihrem kalten Wind fühlt sich Mecklenburg gleich viel nordischer an. Für Norweger ist dies bestimmt noch nicht der Rede wert, aber wenn das Mondlicht sich in der Schneedecke auf dem Feld spiegelt und am klaren Himmel die Sterne funkeln, dann ist man schon versucht, nach dem Nordlicht Ausschau zu halten. Übrigens haben die Norweger ein schönes Wort, welches gut in diese Winterzeit passt: koselig. Das steht für gemütlich und heimelig, für Wärme und Wohlbefinden. Koselig ist Atmosphäre wie Kaminfeuer oder eine Kerze; ist aber auch mit Freunden beieinander sein. Wenn die Füße kalt geworden sind und die Hände frieren, macht es auch doch einfach mal so richtig koselig.
Egal, wie für jeden von uns das neue Jahr gestartet ist. Ich wünsche Euch Allen ein gesundes und glückliches 2026. Und es möge schöne Ereignisse und Momente mit lieben Menschen für Euch bereithalten. Vor allem wünsche ich, dass dieses Jahr vor allem eines ist: friedvoll. Denn Frieden ist schon lange nicht mehr selbstverständlich.
Friedvolle Grüße