Dieser Sommer hat es in sich. An manchen Tagen steigen die Temperaturen weit über die 30° Marke. An anderen Tagen scheinen Wassermassen vom Himmel zu fallen. Oder aber die Temperaturen fallen gleich wieder um mehr als 10° und man „schielt“ zur geliebten Strickjacke, welche sonst erst im Herbst aus dem Schrank geholt wird. Die Auswirkungen solcher Wetterumschwünge erlebt jeder unterschiedlich. Während es dem einen nicht heiß genug sein kann, mag der Gärtner die Trockenheit gar nicht so gern. Kreislauf- und Atemprobleme betreffen nicht nur ältere Menschen. Wichtig an den heißen Tagen ist für jeden ausreichend zu trinken, leichte luftige Kleidung zu tragen und ab und an ein schattiges Plätzchen aufzusuchen. Sonnencreme ist inzwischen wohl bei uns allen ins Bewusstsein gerückt. Dabei kommt es nicht nur auf den Lichtschutzfaktor an, sondern auch auf die ausreichende Menge der aufzutragenden Creme. Und es ist immer daran zu denken, dass der Sonnenschutz tagsüber in regelmäßigen Zeitabständen erneuert werden muss, um wirklich wirken zu können. Sonnenhüte sind längst wieder „in“ und ein ebenso wichtiges Accessoire wie die Sonnenbrille, für einen längeren Aufenthalt in der Sonne.
Hütte und Brillen gibt es in allen möglichen Farben und Formen, so dass jeder etwas Passendes für sich finden wird. Bei Sonnenbrillen sollte aber unbedingt auf entsprechende Gütezeichen geachtet werden, denn einfach nur dunkle Gläser können den Augen mehr schaden als nutzen. Dieser Sommer mit seiner größeren Anzahl an wirklich heißen Tagen bleibt nicht ohne Auswirkungen. Die Bilder von großen Waldbränden sind auf allen Medien. Und das nicht nur weit entfernt, wie Spanien oder Frankreich, nein auch ganz in der Nähe. Der Müritzer Nationalpark ist ja gleich um die Ecke. Hier waren rund 400 ha Natur vom Waldbrand betroffen. Dadurch wurde für viele Tiere der Lebensraum zerstört und die Vegetation stark beschädigt oder komplett vernichtet. Sicher, die Natur wird sich Ihr Areal zurückerobern, aber das wird anfangs nur in kleinen Schritten über Pilze, Moose, Gräser und dann „Pionierbäume“ geschehen. So ein Ereignis ist nicht nur ein wirtschaftlicher Schaden, sondern beeinflusst das Leben in diesen Gebieten extrem. Wenn wir den Blick von den Wäldern auf die Flüsse lenken, dann zeigen stark gesunkenen Wasserspiegel auch hier die drastischen Auswirkungen der klimatischen Veränderungen. Wir warten darauf, dass politische Maßnahmen für den Klimaschutz ergriffen werden. Aber jeder von uns kann selbst auch etwas tun. Wenn der Mähroboter den Rasen nicht ständig ganz kurz hält, dann beschattet das etwas längere Gras den Boden besser. Wenn wir Bewässerung von Gartenpflanzen über das Auffangen von Regenwasser absichern, dann mögen das die Pflanzen nicht nur lieber, es schont auch die Wasserreserven. Das lange Rasensprengen tagsüber gehört um Glück für die meisten Bürger längst der Vergangenheit an. Bäume und Hecken pflanzen schafft zusätzlichen Schatten und neue Lebensräume. Hier scheint die Entwicklung mancherorts aber genau in die andere Richtung zu laufen. Immer mehr Straßenränder mit Blumen und Sträuchern „verschwinden“, weil die Bewirtschaftung von Ackerflächen bis an die Leitpfosten heran erfolgt. Es gibt viel zu tun. Und während die Politik sich mit konkreten Maßnahmen schwertut, kann jeder für sich schon im Kleinen beginnen. Ich wünsche Euch einen fantastischen Sommer. Und mein Tipp für heiße Tage ist eine Mischung aus kaltem Pfefferminztee und etwas Apfelsaft. Diese fruchtig minzige Mischung mit ihrer leichten Säure löscht den Durst hervorragend. Ein leckeres Eis geht zwar immer. An heißen Tagen aber ganz besonders.
Bis bald