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Amtsblatt Sternberger Seenlandschaft
Ausgabe 9/2026
Aktuelles aus den Städten und Gemeinden
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Waschweibs Waschzettel

 

Kopf oder Bauch

Ferien und Urlaub sind vorbei und für viele von uns hat der Alltag schon wieder begonnen. Doch egal ob Freizeit oder Arbeitsleben - wir müssen täglich Entscheidungen treffen. Manchmal sind sie klein und unwichtig und wir treffen sie nebenbei und fast unbewusst. Auch wenn der Belag für das Sonntagsbrötchen den ein oder anderen länger zum Nachdenken bringt, so halten wir uns doch meistens nicht lange mit der Entscheidung zu alltäglichen Dingen auf. Anders sieht es aus, wenn Entscheidungen getroffen werden sollen, welche das Leben beeinflussen. Ein Umzug in eine andere Stadt, ein neuer Job oder eine große Anschaffung.Für viele bringt das schlaflose Nächte. Man entscheidet sich mehrmals um, hinterfragt die Entscheidung von gestern und bedenkt das Ganze noch mal neu.Und ganz oft kommen dann „Kopf“ und „Bauch“ ins Spiel. Mann kann also eine Entscheidung analytisch und logisch mit dem Kopf abwägen oder aber intuitiv und spontan seinem Bauchgefühl folgen. Idealerweise sind sich die Beiden einig und dann ist auch eine große Entscheidung schnell gefällt. Wir alle kennen Menschen, welche eher auf Ihren Verstand vertrauen. Und andere, die sich klar von ihren Gefühlen leiten lassen. Kopfmenschen analysieren rational Fakten und Risiken, bevor sie sich entscheiden. Der Bauchmensch hingegen hört auf seine inneren Signale. Wie ist das bei Euch? Keine Sorge, jeder von uns ist durchaus in der Lage, nach Verstand oder Gefühl zu urteilen. Allerdings unterscheiden wir uns tatsächlich darin, welche Art der Entscheidungsfindung wir bevorzugen. Und welche Art ist die Bessere? Nun, wenn wir nur mit dem Kopf entscheiden, dann mag das nach Faktenlage komplett richtig sein. Doch übersehen wir dabei leicht, ob wir uns selbst mit dieser Entscheidung wohlfühlen. Wenn wir nur auf den Bauch hören, übersehen wir eventuell Fakten und wir handeln „unüberlegt“. Wie das mit dem Abwägen und analysieren funktioniert, erscheint uns glaubwürdig. Aber woher kommt eigentlich dieses „Bauchgefühl“? Früher wurde es leichtfertig als Spinnerei abgetan. Aber es ist keine Magie. Unser Bauchgefühl reagiert auf Grund unserer Lebenserfahrung. Es ist also eine Art unbewusstes Wissen und beruht tatsächlich auf abgespeicherten Erlebnissen in unserem Gehirn. Das bedeutet, Kopf und Bauch liegen gar nicht wirklich weit auseinander. Nehmen wir uns also bei großen Entscheidungen ruhig einmal die Zeit, auf beide zu hören. Eine Liste mit „Pro“ und „Contra“ hilft bei der Abwägung. Und beim Lesen der notierten Punkte können wir dann auch ganz entspannt zuhören, was der eigene Bauch dazu sagt. So sollte sich eine gute Entscheidung treffen lassen, bei der wir uns auch wohlfühlen. Mich beruhigt ein wenig das Gefühl, dass getroffene Entscheidungen nicht in Stein gemeißelt sind. Und wenn sich auch manche nicht mehr zurücknehmen lassen, bleibt uns doch die Möglichkeit, wieder eine neue Entscheidung zu treffen. Am Ende all der Überlegungen wurde ich zum Schluss von einer jungen Frau gefragt: Gehört das Herz denn nicht auch dazu?

Das dürft Ihr jetzt gern Euren Kopf und den Bauch fragen.

Bis zum nächsten Mal

Gewaschene Grüße

Eure Radka