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Amtsblatt Sternberger Seenlandschaft
Ausgabe 9/2026
Aktuelles aus den Städten und Gemeinden
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Der Bürgermeister der Gemeinde Dabel informiert

Von wegen Sommerloch in unserer Gemeinde! Wer in den vergangenen Wochen mit offenen Augen durch Dabel und Holzendorf gegangen ist, wird festgestellt haben, dass sich an vielen Stellen etwas bewegt. Einige Projekte sind inzwischen abgeschlossen, andere haben begonnen oder stehen unmittelbar bevor. Schauen wir also einfach mal, was sich so getan hat und worauf wir uns in nächster Zeit freuen können.

Unsere Spielplätze werden erweitert

 

 

Beginnen möchte ich bei unseren jüngsten Einwohnern. Der Spielplatz am Herrenweg wurde um einen Sandkasten erweitert. Auch in Holzendorf kommt etwas Neues dazu. Dank einer Spende der ETL Freund & Partner GmbH aus Sternberg kann dort ein Trampolin aufgestellt werden. Dafür möchte ich mich schon jetzt ganz herzlich bedanken!

Gerade bei unseren Spielplätzen haben wir in den vergangenen Jahren einiges geschafft. Das geht jedoch nicht immer so schnell, wie wir es gerne hätten. Spielgeräte müssen ausgesucht, bestellt, aufgebaut und natürlich auch sicher abgenommen werden. Aber am Ende zählt, dass wieder etwas Neues für unsere Kinder entsteht.

Steg und Festplatz am Holzendorfer See

Fertiggestellt ist inzwischen der Steg an unserer Badestelle am Holzendorfer See. Damit ist ein weiteres wichtiges Stück unserer Freizeitanlage erneuert und hoffentlich für viele Jahre nutzbar.

 

 

Weitergehen soll es auf unserem Festplatz. Dort sind einige Gebäude inzwischen doch sichtbar in die Jahre gekommen. Deshalb wollen wir mit der Instandsetzung beginnen und zum Beispiel Fenster erneuern. Schließlich wird der Platz nicht nur für die Dorffestspiele genutzt. Er hat sich über die Jahre zu einem beliebten Veranstaltungsort entwickelt und soll das natürlich auch bleiben.

Neue Ausschilderung für unsere Gemeinde

Auch die Ausschilderung in Dabel und Holzendorf soll weiter verbessert werden. Dabei hilft uns moderne Technik. Durch den Einsatz von 3D-Druck können Schilder und Wegweiser vergleichsweise kostengünstig hergestellt und bei Bedarf flexibel angepasst oder ergänzt werden.

 

 

So können wir nach und nach wichtige Orte besser ausschildern, ohne jedes Mal teure Sonderanfertigungen bestellen zu müssen. Manchmal sind es eben auch die kleinen und praktischen Lösungen, die eine Gemeinde ein gutes Stück voranbringen.

Das Ehrenamt kommt wieder in Schwung

Was mich besonders freut, ist der deutlich erkennbare Schub bei der ehrenamtlichen Tätigkeit in unserer Gemeinde. Es entstehen neue Ideen, Einwohner finden zusammen und aus so manchem Gespräch wird am Ende eine konkrete Veranstaltung oder Aktion.

Einen wesentlichen Anteil daran hat unsere Gemeindelotsin Gudrun Suckow. Sie bringt Menschen zusammen, nimmt Ideen auf und hilft dabei, aus diesen Ideen auch etwas zu machen. Man könnte also sagen, sie ist im besten Sinne des Wortes eine Aktivatorin für unser Gemeindeleben.

Natürlich kann auch eine Gemeindelotsin nicht alles allein schaffen. Aber sie kann den Anstoß geben und genau das funktioniert inzwischen richtig gut. Entscheidend bleibt, dass sich Menschen finden, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und mitzumachen.

Wichtige Entscheidungen für die weitere Entwicklung

Nicht ganz so anschaulich wie ein neuer Spielplatz oder ein fertiger Steg, aber mindestens genauso wichtig, ist der Beschluss unserer Nachtragshaushaltssatzung. Damit haben wir einen entscheidenden Schritt gemacht, um weitere Investitionen in die Entwicklung unserer Gemeinde auf den Weg bringen zu können.

Denn auch wenn eine Idee gut ist, kann eine Gemeinde nicht einfach loslegen. Das Geld muss im Haushalt eingeplant sein und die Gemeindevertretung muss die notwendigen Entscheidungen treffen. Mit dem Nachtrag haben wir dafür weitere Voraussetzungen geschaffen.

Nach mehreren Jahren Stillstand steht nun außerdem eine Entscheidung zum Zielabweichungsverfahren für den Klimapark Sternberger Seenland an. Dabei möchte ich das Ergebnis nicht vorwegnehmen. Wichtig ist aber, dass es endlich eine Entscheidung und damit Klarheit darüber gibt, wie es mit diesem Vorhaben weitergehen kann. Stillstand hilft schließlich weder den Befürwortern noch den Kritikern eines solchen Projektes.

Zum Abschluss noch ein Wort zu unseren Dorffestspielen

Zuerst möchte ich dem Planungsteam, der Dabeler Vereinsgemeinschaft, unseren Vereinen und Einrichtungen, der Feuerwehr sowie den vielen freiwilligen Helfern für die gelungenen 65. Dabeler Dorffestspiele danken. Dort wurden unzählige Stunden investiert und viele gute Ideen umgesetzt. Das verdient Anerkennung!

Ein ganz besonderer Dank gilt auch den Sponsoren und Unterstützern. Ohne Geld- und Sachspenden wäre ein Fest in dieser Größenordnung kaum noch zu organisieren. Vieles, was für die Besucher selbstverständlich aussieht, wäre ohne diese Unterstützung überhaupt nicht möglich gewesen.

Auch die Gemeinde hat die Dorffestspiele mit einem erheblichen finanziellen Zuschuss aus dem Gemeindehaushalt unterstützt. Hinzu kommen der Festplatz und weitere Leistungen. Man kann also nicht behaupten, dass die Gemeinde bei diesem Fest nur zugeschaut hätte.

Etwas nachdenklich gemacht hat mich deshalb die anschließende Kritik an „der Gemeinde“. Denn wer ist eigentlich diese Gemeinde? Der Bürgermeister? Die Gemeindevertreter? Die Mitarbeiter? Oder sind es nicht vielmehr wir alle, die in Dabel und Holzendorf leben?

Unsere Gemeindevertreter sind größtenteils berufstätig und üben ihr Mandat ehrenamtlich aus. Sie beraten über die Entwicklung unserer Gemeinde, treffen Entscheidungen und stellen im Haushalt Geld bereit. Sie sind aber nicht automatisch das Planungsteam für jede Veranstaltung.

Auch die Frage nach dem Veranstalter ist nicht ganz so einfach zu beantworten, wie es dargestellt wurde. In der offiziellen Rückschau wird die Dabeler Vereinsgemeinschaft e. V. als Veranstalter der 65. Dorffestspiele genannt. Wenn die Vereinsgemeinschaft wieder stärker aktiviert werden soll, ist das sicher ein guter und richtiger Weg. Dafür müssen dann aber auch möglichst viele Vereine bereit sein, sich dort einzubringen.

Ein Dorffest ist schließlich keine Veranstaltung, die man beim Bürgermeister oder bei der Gemeindevertretung bestellt und dann darauf wartet, dass andere sie durchführen. Ein Dorffest lebt von den Einwohnern, den Vereinen, den Einrichtungen, den Sponsoren, den Helfern und natürlich auch von seinen Gästen.

Das im Artikel verwendete Zitat von Voltaire passt deshalb eigentlich ganz gut. Es gilt aber nicht nur für „die Gemeinde“, sondern für uns alle. Denn die Gemeinde – das sind am Ende wir alle!

Ihr Bürgermeister Jörg Neumann