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Süderholzer Blatt
Ausgabe 423/2026
Poesie und Dichtung
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Noch nicht doch schon

Die Sonne, die lacht jetzt noch nicht

Aber ein hübsches Lächeln steht ihr schon im Gesicht

Ohne Schnee viel leichter sind die Wolken

Der Wind kann ihnen kaum mehr folgen

Apropos Wind, der beißt nicht mehr

Zahnloser Tiger trifft es eher

Verliert im Frühjahr immer seine Zähne

Schüttelt nun wach die ollen Fischerkähne

Schnee und Eis verwandeln sich in Wasser

Und die Füße werden nasser

Beim Spazierengehen

Schon sind erste Knospen hier und da zu sehen

Der Hund wird draußen ganz schön dreckig

Die Hosen werden auch schnell fleckig

Anzuseh’ nicht wirklich schön

Findet man es trotzdem einfach angenehm

(Derjen’ge, der das sauber machen muss

Empfindet allerdings Verdruss)

In Feld und Wald riecht es nach frischer Erde

Der Bauer spannt nicht Rösslein an oder die Pferde

Nein, er lässt vielmehr den großen Traktor an

Weil er damit besser umgeh’n kann

Der Garten ruft: umgraben, pflanzen, säen

Zum ersten Mal im Jahr den Rasen mähen

Der Frühling kommt auf leisen Schwingen

Um mit den ersten Vöglein mitzusingen

Andreas Diecke