Am 23. April 2026 war mein Boys’Day in der Gemeindeverwaltung Poggendorf. Ich kannte das Gebäude schon vorher, weil meine Mutter dort arbeitet. Trotzdem war ich aufgeregt, weil ich noch nie einen ganzen Tag lang alles anschauen durfte.
Am Anfang habe ich mich bei allen Kolleginnen und Kollegen vorgestellt. Es waren einige und alle waren nett. Danach durfte ich direkt bei der Post helfen. Ich habe Briefe geöffnet und an die richtigen Leute verteilt. Das war ein bisschen wie ein kleines Rätsel, weil ich immer herausfinden musste, wer zuständig ist.
Später habe ich Glückwunschkarten für die Jubilare der Gemeinde im Mai vorbereitet. Danach habe ich bei der Datensicherung zugeschaut und beim Ablegen von Dokumenten geholfen. Ich habe gemerkt, dass Ordnung hier echt wichtig ist.
Im Hauptamt wurde es dann wieder spannender. Dort ging es um Fundtiere und ich habe bei einer kleinen Inventur von Briefumschlägen geholfen. Ich wusste gar nicht, dass sogar Umschläge gezählt werden müssen.
Nach der Mittagspause war ich im Bauamt. Das fand ich besonders interessant. Dort habe ich etwas über die Sanierung vom Schloss Griebenow und den Neubau der Grundschule in Süderholz erfahren. Das war bis zur 4. Klasse auch meine Schule und schon damals war es dort manchmal ziemlich laut und eng, weil das Hortgebäude abgerissen wurde, um Platz für die Schulneubau zu schaffen. Deshalb freue ich mich schon für die zukünftigen Schüler auf die neue Schule.
Ich habe auch gefragt, wie lange es dauert, ein neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen, weil ich selbst in der Jugendfeuerwehr bin. Das fand ich interessant, weil ich gesehen habe, wie viel geplant werden muss, bevor überhaupt gebaut wird.
Danach war ich im Einwohnermeldeamt und Standesamt, das in Süderholz im selben Büro ist. Dort habe ich gelernt, wie ein Personalausweis entsteht. Am coolsten fand ich aber, dass ich ein altes Geburtenregister anschauen durfte. Ich habe sogar die Geburtsurkunde meines Uropas von 1939 gefunden! Alte Dokumente durfte ich mir auch im Archiv anschauen. Dort hat es ein bisschen nach alten Büchern gerochen, und es war wie eine kleine Zeitreise.
In der Gemeindekasse durfte ich mir den Tresor anschauen. Der war sehr sicher und sah ein bisschen aus wie bei der Olsenbande.
Später gab es noch eine „Kaffeepause“ (ich habe natürlich was anderes getrunken). Dabei wurde mir erklärt, welche Ausbildungen man in der Verwaltung machen kann.
Zum Schluss durfte ich noch mit meiner eigenen Drohne kleine Filme drehen. Die könnten vielleicht später auf der Internetseite der Gemeinde gezeigt werden. Das hat mir am meisten Spaß gemacht!
Der Boys’Day war viel spannender, als ich gedacht habe. Jetzt weiß ich, dass die Arbeit in einer Gemeindeverwaltung sehr abwechslungsreich ist. Vielleicht arbeite ich später ja auch mal dort – oder als Drohnenpilot bei der Feuerwehr!