Am 22. April 2026 fand unter Moderation des Bürgermeisters Alexander Benkert ein Workshop zum Entwurf des Rad- und Nahmobilitätskonzeptes der Gemeinde Süderholz statt. Zu Beginn erläuterte er den Anwesenden zunächst die Grundlagen der Netzplanung für den Alltagsverkehr. Dann sollten gemeinsam Problemlagen gesammelt sowie mögliche Zielorte für den Freizeit- und Tourismusverkehr ermittelt und abgestimmt werden.
Von mehreren Teilnehmern wurden insbesondere die Radwegelücken entlang der Bundes- und Landesstraßen angesprochen. Diese Straßen stellen meist die kürzeste Verbindung in den nächsten Ort dar und sind gerade in den Sommermonaten stark befahren.
Herr Benkert wies darauf hin, dass hier als Straßenbaulastträger der Bund bzw. das Land in der Verantwortung sind. Zugleich betonte er, dass ein gemeindliches Konzept, wie es jetzt erarbeitet werden soll, die Bemühungen der Gemeinde bei den Gesprächen mit dem Straßenbauamt unterstützen könne.
In diesem Zusammenhang informierte Herr Benkert auch über das derzeit in Aufstellung befindliche Landesradwegenetz M-V. Dort hat das Land im bisherigen Entwurf erfreulicherweise an den wesentlichen Strecken der Bundes- und Landesstraßen in der Gemeinde Süderholz grundsätzlich Radwege aufgenommen. Dadurch werden die Bemühungen der Gemeinde zusätzlich gestärkt, die endgültige Entscheidung über eine Umsetzung obliegt jedoch weiterhin Land und Bund.
Aus dem Teilnehmerkreis wurde zudem vorgeschlagen, das Augenmerk auch auf Maßnahmen an gemeindlichen Wegen zu legen. Dort könnten möglicherweise bereits mit geringerem finanziellen Aufwand Verbesserungen erreicht werden. Herr Benkert erläuterte, dass gerade dies ein weiterer Grund für die Aufstellung des Konzeptes sei. Auch in diesem Bereich ist eine Priorisierung der Maßnahmen notwendig, da nicht alle Vorhaben auf einmal umgesetzt werden könnten.
Weiterhin wurde angeregt, durch Temporeduzierungen in den Ortslagen sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen. Als Beispiel wurde die gemeindliche Straße in Willerswalde genannt. Ebenfalls gab es den Hinweis, bei den Zielorten für den touristischen Verkehr auch den „alten“ Radtouren-Flyer einzubeziehen, der vor über 20 Jahren durch die Gemeindeverwaltung unter Einbeziehung der lokalen Agenda entwickelt worden war.
Die eingebrachten Vorschläge und Hinweise fließen nun in den aktuellen Entwurf des gemeindlichen Rad- und Nahmobilitätskonzept ein. Nach Vorstellung und Beratung im Bauausschuss soll das überarbeitete Konzept auf der Internetseite der Gemeinde veröffentlicht werden. Zudem wurde vereinbart, anschließend eine weitere Beteiligungsrunde durchzuführen.
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