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Süderholzer Blatt
Ausgabe 426/2026
Dit und Dat
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Die Schlüsselfrage

Von Zeit zu Zeit quält eine Plage

mich, das ist die Schlüsselfrage.

Gestern hatt´ ich noch den Bund.

Heute wär´s ein goldener Fund.

Denn seit Stunden ist er fort,

ist nicht am gewohnten Ort,

wo ich glaubte ihn hingehängt …

Nun mich die Frage arg bedrängt:

Wo bist du überall gewesen?

Warst im Garten, hast gelesen …

Doch zuerst sucht man im Haus.

Schließlich zog man sich dort aus.

Irgendwo dort muss er sein,

der Schlüsselbund – doch leider: Nein!

Nun suche ich in allen Ecken.

Irgendwo muss er doch stecken!

Auch das sieht eher traurig aus:

Ich locke nur die Spinnen raus.

Was hat man nicht alles für Sachen!

Da lässt sich gleich Großreinemachen.

Nur der Schlüsselbund bleibt weg,

was hat da Staubsaugen für´n Zweck?

So grübelt man: Wo ist er nur?

Was bringt mich auf die rechte Spur?

Ich such´ im Carport, in der Tonne

gärt das Gras schon von der Sonne.

Ich spüre, dass das gar nichts nützt.

Nirgends ein Schlüssel blinkt und blitzt.

Und auch die Sonne ging schon unter.

Mich hält die Schlüsselfrage munter.

Wollen Diebe mich beklauen?

Kann man sich noch selber trauen?

Je mehr man grübelt oder sucht,

die Schlüsselfrage bleibt verflucht!

Den Schlüsselbund – ich fand ihn nicht.

Nur diese Verse für´n Gedicht …

*

Jedoch: wo Dinge so einfach verschwinden,

hilft vielleicht Herr Zufall sie wiederzufinden…

Paule U.