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Süderholzer Blatt
Ausgabe 427/2026
Verschiedenes
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Der Bus ist da

Ich steige ein und hab den Bus ganz für mich allein, von Griebenow bis Greifswald.

So oft wird gemeckert, dass der öffentliche Personennahverkehr die ländliche Einwohnerschaft nicht berücksichtigen würde. Nun fährt z.B. der Bus Nr. 320 circa 16 x von Grimmen nach Greifswald und zurück. Der erste Bus schon 4.50Uhr, der letzte 20.40 Uhr. Aber man kann auf dieser Linie auch bis Tribsees,, Bad Sülze, Sanitz, kommen. Wer nicht an der Fahrtroute direkt wohnt, kann z.B. den Rufbus nutzen, der ihn/sie zur nächsten Anschlusshaltestelle bringt. Nun gut, manches ist noch nicht ausgereift: wenn ich nach Greifswald will von Willershusen, werde ich nach Bisdorf mit dem Rufbus gebracht, warte dort eine Stunde auf den Linienbus 320….naja. Meine Lösung: bis Griebenow mit Rad oder Auto und dann Umstieg in den Bus. Greifswald hat einen gut ausgebauten Stadtverkehr, man kommt schnell überall hin. Das wird demnächst, wenn der große Parkplatz am Theater umgebaut wird, eine günstigere Lösung, als stundenlang einen Parkplatz zu suchen.

Ein anderes Beispiel: ich komme in Grimmen mit dem Zug an, muss dann 45 Minuten auf den Rufbus warten, der mich dann in 10 Minuten nach Hause bringt. Daran könnte man noch arbeiten. (ich hab dann auch wieder die bequemere, schnellere Lösung gewählt: mit dem eigenen PKW nach Grimmen und dort kostenlos parken).

Trotzdem plädiere ich dafür, den Bus zu nutzen. Wir werden alle irgendwann in dem Alter sein, wo wir vielleicht nicht mehr Autofahren können, oder sollten, und dann gibt es die Buslinien nicht mehr, weil zu ineffektiv. Und mit dem Deutschlandticket lohnt es sich allemal, öfter Bus zu fahren.

Martina Bochmann