Als Wetterwarnung getarnt
wird neuerdings vor Hitze gewarnt,
nun schon zum wiederholten Mal;
Stickige Luft steht, kein leichter Wind weht,
und das Atmen - es wird zur Qual.
Tausend Pfund an Schweiß und Tränen
wirft Frau Sonne auf den Planeten hinab.
Städte glühen, Brandwolken ziehen.
Dürre Wälder – ein Flammengrab!
Wir warten auf Regen, den feuchten Segen,
doch kommen zuerst noch Sturm und Wind.
Es blitzt und kracht. Bäume und Äste
wirbeln davon wie die Buden vom Feste.
Ob die Wetter-App nur spinnt?
Selten sind wir so gerannt...
Eine schwarze Wolkenwand
wälzt sich nach uns in Richtung Weide...
"Buchen suche, Weiden meide?"
Der Regen geht in Vorhängen nieder.
Längst pitschnass bis auf die Haut
sind wir. Und noch donnert ´s laut.
Dann endlich hat uns das Städtchen wieder …
Auch dort strömt Wasser durch die Gassen,
füllt die Gullys jetzt mit Leben:
Fontänen sich daraus erheben...
Doch auch diesen Ort müssen wir lassen.-
Durch den Wald zurück zum Quartier
mit unseren Rädern wollten wir...
Bäume - entwurzelt, kreuz und quer!
Ach, diesen Weg passiert niemand mehr …
Wer hätte gedacht, mit wie viel Macht
so diverse Naturgewalten
des kleinen Menschen Welt verunstalten?
Ganz ohne Maß nach Öl, Kohle und Gas
ist der Hunger der Industrie.
(Und Energie braucht auch die KI!)
Hätten wir das für möglich gehalten?