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Rätsel der Vergangenheit: Warum gab es schmale Gassen zwischen den Häusern?
Die Funktion der schmalen Gassen ist heute schwer nachvollziehbar. Stammten sie aus einer Zeit, in der giebelständiges Bauen üblich war und Regenwasser über die Dachschrägen in Traufgassen abgeleitet werden musste? Oder dienten sie dem Feuerschutz, um das Übergreifen von Flammen zwischen den Häusern zu verhindern? Vor ihrem weitgehenden Verschwinden prägten sie den mittelalterlichen Stadtgrundriss. Doch die zahlreichen Feuersbrünste, die auch Wusterhausen mehrmals heimsuchten, haben möglicherweise alle Urkunden zerstört, die Aufschluss über ihre genaue Bestimmung und Entstehungszeit geben könnten.
Melanie Metzlaff, Bundesfreiwilligendienstleistende im Wegemuseum, widmet sich in einem eigenverantwortlichen Projekt den schmalen Gassen zwischen den Wohn- und Geschäftshäusern der historischen Altstadt. Diese fast vergessenen Strukturen, oft begleitet von charakteristischen Holzbrettertüren, sind heute nur noch selten in Städten mit historischem Stadtkern zu finden.
Die Kunsthistorikerin und Künstlerin geht diesen Fragen systematisch nach – in Archiven, Bibliotheken und Datenbanken. Ihr Ziel ist es, nicht nur die Entstehung und Funktion der Gassen zu klären, sondern auch die noch vorhandene Gassen-Struktur in Wusterhausen zu dokumentieren. Mittels einer fotografischen Bestandsaufnahme sollen die schmalen Wege für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Ausstellung und Katalog geplant
Geplant ist eine Ausstellung, die themenspezifische Arbeiten von Melanie Metzlaff zeigt. Ergänzt wird diese durch einen wissenschaftlichen Katalog zum Wusterhausener Bestand. Damit soll das Projekt nicht nur das lokale Kulturgut bewahren, sondern auch die Neugier der Gemeinschaft wecken.
Aufruf an die Öffentlichkeit: Helfen Sie mit!
Das Wegemuseum lädt alle Interessierten ein, sich an der Aufarbeitung dieses spannenden Themas zu beteiligen:
Melden Sie sich bitte bei:
Melanie Metzlaff
01525 6221483
oder im Wegemuseum Wusterhausen