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Wusterhausener InfoPost
Ausgabe 2/2026
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Läsikow feiert das 20-jährige Jubiläum seines Fördervereins

Ein jährlicher Höhepunkt: Das Maibaumaufstellen

Läsikow, eines der wenigen Runddörfer im Land Brandenburg, feiert am 20. Juni 2026 das 20-jährige Jubiläum seines Fördervereins – mit einem Fest für Jung und Alt.

Das kleine Dorf mit seinen rund 60 Einwohnern ist ein beschaulicher Ort mit großem Potenzial.

 

 

So sah es auch einst Burkhard Mauer, der im Frühjahr 2004 gemeinsam mit seiner Frau Hanna aus Neuss nach Läsikow zog. Er brachte Visionen mit, hatte beste Verbindungen – und vor allem die Fähigkeit, Menschen zu verbinden. Viele Läsikower standen seinen Ideen offen gegenüber.

Gemeinsam mit Gudrun Adrian wurden alle notwendigen behördlichen Genehmigungen eingeholt. Am 27. Mai 2006 war es schließlich so weit: Ortsbürgermeister Burkhard Brandt lud zur Beschlussfassung über die Gründung des „Fördervereins für Kirche und Dorf Läsikow e.V.“ ein. Mit 28 Ja-Stimmen, keinen Gegenstimmen und ohne Enthaltungen wurde der Verein gegründet.

Auch 20 Jahre später besteht der Vorstand weitgehend aus denselben engagierten Mitgliedern – mit einer wichtigen Veränderung: Im Jahr 2017 übernahm Bettina Groß den Vorsitz, während Dieter Schreiber für seine langjährige Arbeit gewürdigt wurde.

Der Verein zeichnet sich durch große Beständigkeit und aktives Miteinander aus. Regelmäßige Versammlungen, bei denen diskutiert, geplant und entschieden wird, bilden die Grundlage für eine lebendige Kommunikation. Denn eines ist klar: Gerade in kleinen Dörfern braucht es Engagement, um das Gemeinschaftsleben aktiv zu gestalten.

Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit stehen zwei zentrale Anliegen. Zum einen die kleine Dorfkirche, die im Herzen Läsikows liegt und durch Spenden sowie tatkräftigen Einsatz erhalten und belebt wird. So fand 2016 ein großes Gemeindefest statt, in dessen Rahmen die Kirche Schauplatz für eine Lesung mit Hanns Zischler, ein Konzert der Gruppe Querbeet sowie die Otto-Seibt-Ausstellung war, die später auch in Wusterhausen und Kyritz gezeigt wurde.

Ein weiterer Meilenstein folgte 2017 mit der feierlichen Einweihung der restaurierten Ehrentafeln für die Gefallenen und Vermissten des Ersten und Zweiten Weltkriegs – begleitet von der damaligen Pfarrerin, dem Landrat sowie einer Abordnung der Bundeswehr. Die Recherchen übernahm Vereinsmitglied und Chronist Klaus Kraatz, während die Restaurierung von der Dresdner Architektin Tracy Adrian durchgeführt wurde, die einst selbst in Läsikow lebte.

Ein lang gehegter Wunsch war es, die alte Orgel wieder zum Klingen zu bringen. Aufgrund der hohen Kosten musste dieses Vorhaben jedoch aufgegeben werden. Umso erfreulicher war es, dass der Verein eine kleine Orgel aus Berlin erhielt, die ideal in den Kirchenraum passt.

 

 

Jährlich finden in der Kirche ein Matthus-Konzert sowie das Konzert der Kreismusikschule OPR im Rahmen des Kinderfestes statt. Darüber hinaus umfasst der Veranstaltungsplan zahlreiche traditionelle Höhepunkte: vom Weihnachtsbaumverbrennen über Frauentagsfeier, Osterfeuer und Maibaumaufstellen bis hin zum gemeinsamen Frühstück unter dem Maibaum, dem Weihnachtsbaumaufstellen und dem Adventsnachmittag.

Auch Spieleabende für Jung und Alt sowie Boule-Turniere auf dem eigenen Bouleplatz gehören fest zum Jahresprogramm und erfreuen sich großer Beliebtheit. Neben den Feierlichkeiten kümmert sich der Verein auch um das Erscheinungsbild des Dorfes. Frühjahrs- und Herbstputz unter dem Motto „Ohne Preis kein Fleiß!“ finden regen Zuspruch, nicht zuletzt, weil das gesellige Beisammensein im Anschluss aller Mühe wert ist.