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Wusterhausener InfoPost
Ausgabe 2/2026
Nichtamtlicher Teil
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Umwelt-AG setzt Engagement fort

Ziele und Aufgaben definiert

Nach einer Zeit mit geringer Aktivität hat sich die Umwelt-AG unserer Gemeindevertretung im Oktober 2025 erstmals wieder neuformiert und ihre Arbeit mit frischem Engagement fortgesetzt. Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es, die Arbeit der Gemeindevertretung und -verwaltung unter dem Gesichtspunkt des Umwelt- und Naturschutzes konstruktiv zu begleiten, wichtige Themen dieser Art neu zusetzen und aktiv eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinde hinzuwirken.

Zum Sprecher der Umwelt-AG wurde erneut Uwe Tackmann bestätigt. Neben Gemeindevertretern arbeiten in der AG auch interessierte Bürger mit. Wichtig ist ein direkter Kontakt zu Landwirten, die auch aktiv dabei sind. Zur Behandlung der Themen strebt die AG regelmäßige Treffen an.

Im Mittelpunkt der ersten Beratungen standen zahlreiche Schwerpunkte für die zukünftige Arbeit. Dazu gehören unter anderem die Einflussnahme auf die Grünflächenpflege und Mähordnung durch den Bauhof, die Planung von Baumpflanzungen im gesamten Gemeindegebiet, der Zustand der drei Naturschutzgebiete sowie die Pflege und der Umbau des gemeindeeigenen Waldes. Auch Themen wie Lichtverschmutzung, Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger, naturschonende Landschaftspflege sowie die stärkere Einbindung von Schule, Jugend und Öffentlichkeit wurden intensiv diskutiert.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sichtung und mögliche Umgestaltung gemeindlicher Flächen für Naturschutzprojekte – darunter auch zunehmend ungenutzte Friedhofsflächen oder Kleinstflächen in den Ortsteilen, die ökologisch aufgewertet werden könnten. Wichtig ist der AG dabei, die Bürgerinnen und Bürger transparent und demokratisch in diese Prozesse einzubeziehen.

Bei den aktuellen Themen standen insbesondere die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband im Fokus. Hier sieht die AG große Chancen, kostenfreie Projekte für die Gemeinde zu gewinnen. Angestrebt wurde, Anfang 2026 einen möglichen Beitritt der Gemeinde auf den Weg zu bringen. Seit April 2026 ist die Gemeinde nunmehr Mitglied im Verband.

Auch die Diskussionen um den gemeindeeigenen Leitfaden für Solaranlagen, die Agri-PV-Flächen sowie den geplanten Windpark Ganzer Süd wurden kritisch begleitet. Die Umwelt-AG spricht sich u.a. dafür aus, dass beplante Flächen für PV-Anlagen ökologische Mindeststandards einhalten müssen. Dabei sollen die Belastungen für Natur, Landschaft und Anwohner möglichst gering gehalten werden, während der Natur zugleich wieder mehr Raum gegeben wird. Auch wenn Solarflächen optisch oft wenig ansprechend wirken, bieten sie der Natur mehr Möglichkeiten zur Ausbreitung als intensiv bewirtschaftete Ackerflächen. Entsprechende Vorschläge aus der AG wurden im neu überarbeiteten Leitfaden für Solaranlagen berücksichtigt.

Weitere Themen der Sitzungen waren bisher unter anderem das Beleuchtungskonzept der Gemeinde. Positiv Hervorzuheben ist hier, dass sich unsere Gemeinde, die 2023 ihren Beitritt zum Sternenpark Westhavelland erklärte, verpflichtet hat, die Lichtverschmutzung im gesamten Gemeindegebiet zukünftig zu senken. D.h. bei der Planung neuer Beleuchtungsanlagen im Zuge von Straßensanierungen oder bei der Reparatur defekter Straßenleuchten werden nunmehr entsprechende Leuchten bzw. Leuchtmittel eingesetzt.

Themenschwerpunkte sind ferner Grünordnungsprojekte in Schönberg, Heckenkonzepte, Kleingewässerschutz und Wasserrückhalteprojekte sowie als wichtiges Hauptthema „Umgang mit Bäumen im Gemeindegebiet – Ersatzpflanzungen“.

Die Umwelt-AG versteht sich als konstruktiver Ansprechpartner für Verwaltung, Gemeindevertretung und Bürgerschaft. Sie möchte Umwelt- und Naturschutz stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Aus diesem Grunde organisiert sie öffentliche Veranstaltungen. So fand im April ein Vortrag über die „3 Naturschutzgebiete im Gemeindegebiet Wusterhausen/Dosse“ statt. Vortragsredner war Herr Anselm Ewert von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises OPR.

Mit ihrem kontinuierlichen Engagement zeigt die Umwelt-AG, dass nachhaltiger Natur- und Umweltschutz nur gemeinsam gelingen kann, durch einen offenen Dialog, konkrete Maßnahmen und das gemeinsame Verantwortungsbewusstsein für unsere Gemeinde.

Ute Zernitz