Mit dem Abbau des Amphibienschutzzauns am 28. April 2026 endet in der Specker Straße in Waren (Müritz) eine erfolgreiche Schutzaktion für wandernde Amphibien. Über einen Zeitraum von sieben Wochen hinweg konnten zahlreiche Tiere sicher auf ihrem Weg zu den Laichgewässern unterstützt werden.
Am 12. März 2026 wurde in Zusammenarbeit mit dem NABU ein rund 750 Meter langer und etwa 50 Zentimeter hoher Amphibienschutzzaun entlang der Specker Straße errichtet. Unterstützt wurde der Aufbau des Schutzzauns durch das CJD und den Stadtbauhof. Der Zaun erstreckte sich vom Parkplatz an der Specker Straße bis zum Ende der Bebauung auf der Waldseite – einem Bereich, in dem jährlich eine besonders intensive Amphibienwanderung im Frühjahr zu den Laichgewässern sowie im Herbst zurück in die Winterquartiere stattfindet. In den vergangenen Jahren kam es hier regelmäßig zu hohen Verlusten unter den Tieren durch den Straßenverkehr.
Ergänzend wurden entlang des Zauns in kurzen Abständen sogenannte Fangeimer in den Boden eingelassen. Die Amphibien wanderten entlang des Zaunes, fielen in die Eimer und konnten so von Helferinnen und Helfern sicher eingesammelt und auf die gegenüberliegende Straßenseite gebracht werden.
Diese Aufgabe wurde in den vergangenen sieben Wochen mit großem Engagement erfüllt: Täglich in den Morgenstunden gegen 8:00 Uhr wurden die Fangeimer kontrolliert und die Tiere eingesammelt. Dabei waren die Helferinnen und Helfer teils bis zu eineinhalb Stunden im Einsatz. Die Amphibien wurden auf eine geeignete Wiese nahe der Feisneck umgesetzt, um ihre Wanderung zu den Laichgewässern fortsetzen zu können.
Insgesamt konnten 2.498 Amphibien eingesammelt und sicher über die Straße gebracht werden. Allein am 20. April wurden 472 Tiere gezählt. Zu den häufigsten Arten zählten Erdkröten, daneben wurden auch Moorfrösche, Grasfrösche sowie verschiedene Molcharten registriert.
Ein besonderer Dank gilt der Familie Sündermann, die die tägliche Betreuung des Zauns maßgeblich unterstützt und die Tiere zuverlässig umgesetzt hat. Ebenso engagierten sich weitere Helferinnen und Helfer, darunter auch Anwohnerinnen und Anwohner der Specker Straße, die die Maßnahme tatkräftig begleitet haben.