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Warener Wochenblatt
Ausgabe 11/2026
Aus der Stadt und den Ortsteilen
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Gedenkveranstaltung der Stadt Waren (Müritz)

 

Viele Menschen kamen am 8. Mai 2026 zur Gedenkanlage „Die Mutter“ an den Stüde, um an das Ende des Zweiten Weltkrieges zu erinnern und der Opfer zu gedenken. Matthias Mahnke, 1. Stellvertreter des Bürgermeisters begrüßte die Anwesenden. Im Anschluss sprach Christine Bülow, 1. Stellvertreterin des Stadtpräsidenten.

 

 

Auszug aus der Gedenkrede: „… Dieser Krieg zeigte die verheerenden Folgen von Rassismus, Nationalismus und Aggression und führte zu einer tiefen moralischen Verpflichtung, Rassismus, Hass und Menschenverachtung konsequent entgegenzutreten. Die Grundwerte Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Unantastbarkeit der Menschenwürde waren eine fundamentale Basis der Nachkriegsordnung und es war auch die Lehre, dass der Bruch internationalen Rechts durch Diktatoren verhindert werden muss. Die Befreiung vom Nationalsozialismus legte gleichzeitig den Grundstein für eine demokratische Entwicklung und vor allem für eine starke internationale Zusammenarbeit in der Europäischen Union. Dieser Zusammenhalt ist heute wichtiger denn je, denn es gibt wieder Krieg, in der Ukraine, im Nahen Osten, Israel/Gaza, Libanon, im Sudan, in Afrika. Weltweit werden über 130 bewaffnete Konflikte registriert. Umso wichtiger ist es, dass wir gerade der jungen Generation Aufmerksamkeit schenken, mit Ihnen über den zweiten Weltkrieg und seine Auswirkungen reden, ihnen auch zuhören und ihnen Zusammenhänge erklären. Zusammenhänge erklären.

Richard von Weizsäcker sagte dazu: Junge Menschen sollen begreifen, welche Bedeutung die Lehren aus dieser Vergangenheit gerade mehr denn je von Bedeutung sind, denn sie haben es in der Hand die Zukunft so zu gestalten, dass für neue nationalsozialistische Tendenzen kein Platz ist. Man muss es immer wieder betonen und laut aussprechen – Rassismus, Hass und Menschenverachtung haben bei uns keinen Platz. Artikel 1 des Grundgesetzes – die Würde des Menschen ist unantastbar.

Und es geht um Frieden. Das braucht Bildung, gegenseitigen Respekt, Förderung von Gerechtigkeit, Einsatz für Menschenrechte, Engagement gegen Hass und die Unterstützung von friedlichen Lösungen. Mahatma Ghandi: „Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.“

Das Gedenken endete mit einer Kranzniederlegung. Den musikalischen Rahmen gestaltete das Warener Blasorchester.