V.l.n.r. Bürgermeister Norbert Möller, Landtagsabgeordnete Nadine Julitz, WOGEWA-Geschäftsführerin Kristin Görlach und Innenminister Christian Pegel
Am 11. Februar 2026 besuchte Christian Pegel, Minister für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern, die Stadtverwaltung und überreichte einen Bewilligungsbescheid. Ihn begleitete die Landtagsabgeordnete Nadine Julitz.
Bereits 2021 beantragte die Stadt Waren (Müritz) wie knapp 300 weitere Kommunen Gelder aus dem
Kommunalen Entschuldungsfonds Mecklenburg-Vorpommern. Auf Grundlage der Verordnung zur Ablösung von Altverbindlichkeiten für die kommunale Wohnungswirtschaft wurden damals 4.181.614,17 € beantragt. Zu diesem Zeitpunkt konnte nur der beihilferechtliche Höchstbetrag von 200.000 € gewährt und auch ausgezahlt werden. Nach der Ausräumung förderrechtliche Bedenken durch die Europäische Kommission folgte eine Novellierung der Verordnung durch die Landesregierung. Diese ermöglicht nun die vollständige Entschuldung der kommunalen Wohnungswirtschaft auf Grundlage des § 26 Finanzausgleichsgesetzte M-V. Das bedeutet, dass auch Waren (Müritz) die volle Antragssumme bewilligt wurde. Es können noch 3.981.614,17 € abgerufen und der WOGEWA Wohnungsbaugesellschaft Waren mbH zur Verfügung gestellt werden. Die städtische Tochter trägt seit ihrer Gründung 1990 als kommunales Wohnungsunternehmen die Wohnungsbaualtschulden, deren Rückzahlungsraten bis heute immer wieder zusätzlich erwirtschaftet werden müssen.
Laut Ministerium sollen die Mittel aus dem Entschuldungsfonds als Anreiz für Investitionen der kommunalen Wohnungswirtschaft in den Wohnungsbau verstanden werden. Wie WOGEWA-Geschäftsführerin Kristin Görlach dem Minister bestätigte, sei dies auch genauso geplant. Die Gelder fließen in aktuelle Wohnbauprojekte.