Einige Fotos aus der Nähe betrachtet
Nachdem die Sonderausstellung „Das Fotoalbum der Familie Otto – Streifzüge durch Waren um 1900“ im Stadtgeschichtlichen Museum Waren (Müritz) mit Begeisterung aufgenommen wurde, kann sie im Anschluss noch einmal für kurze Zeit barrierefrei im Haus des Gastes besucht werden.
Begleitend dazu gibt es einen Vortrag von Uwe Weiß, in dem einzelne Bilder näher betrachtet werden. Welche Fotos halfen, das Album zu datieren und welche Bilder zeigen unerwartete oder wichtige Unterschiede zu heute? Auf besonders hartnäckige Fälle bei der Bestimmung wird eingegangen. Wohin reiste die Familie Otto und welche Personen aus Waren konnten noch identifiziert werden? Weiterhin werden einige „untypische“ Warener Ansichten gezeigt.
Ausstellung vom 9. bis 21. März 2026
Haus des Gastes Waren (Müritz)
| Montag bis Freitag | 10.00 - 17.30 Uhr |
| Samstag | 10.00 - 15.00 Uhr |
Der Eintritt ist frei.
Vortrag von Uwe Weiß (Stadtgeschichtliches Museum)
Donnerstag, 12. März 2026, 17.00 Uhr
Haus des Gastes Waren (Müritz)
Der Eintritt ist frei.
Eine Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur von Clara Marz
In Kooperation mit der Europäischen Akademie MV
Seit über drei Jahrzehnten ist die deutsche Teilung Geschichte. Dennoch existieren immer noch viele Klischees, die Frauen aus Ost- und Westdeutschland zugeschrieben werden. Die Westfrau wird oft entweder als „Heimchen am Herd“ oder als knallharte Karrierefrau beschrieben. Die Ostfrau hingegen wird als tough bezeichnet oder auch als Rabenmutter, weil sie ihre Kinder in die Krippe gibt. Sie gilt mal als Verliererin, mal als Gewinnerin der deutschen Einheit. Die Liste der Zuschreibungen ist lang. Obwohl sie sich teilweise grotesk widersprechen, zeugen sie doch alle von der Überzeugung, man wisse genau, wie DIE Ostfrau und DIE Westfrau eigentlich ticken. Vor allem eines scheint klar zu sein: Sie ticken alle gleich, aber im Vergleich zum anderen Teil Deutschlands sehr unterschiedlich. Woher kommen diese Zuschreibungen? Und was ist an ihnen dran?
Die Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“, herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, will auf diese Fragen eine Antwort geben. Auf 20 Plakaten werden die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Frauen in der Bundesrepublik und der DDR der 1970er und 1980er Jahre dargestellt.
Es ist Anliegen der Ausstellung, die vielfältigen Erfahrungen von Frauen sichtbar zu machen und deren deutsch-deutsche Lebenswirklichkeiten mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden aufzuzeigen.
Im Rahmen der Ausstellung findet am 26. März 2026 eine Lesung in Kooperation mit der Europäischen Akademie MV statt. Ellen Händler und Uta Mitsching-Viertel stellen ihr Buch „Unerhörte Ostfrauen – Lebensspuren in zwei Systemen“ vor. Für dieses haben die beiden Autorinnen Interviews mit 36 Frauen geführt, die spannende Einblicke in deren Lebensgeschichten in der DDR, zur Wendezeit und in der Bundesrepublik geben.
Ausstellung vom 6. März bis 29. Mai 2026
| Montag bis Freitag | 9.00 - 16.00 Uhr |
| Samstag, Sonntag, Feiertage | 14.00 - 17.00 Uhr |
Der Eintritt ist frei.
Lesung mit Ellen Händler und Uta Mitsching-Viertel
am Donnerstag, 26. März 2026, um 17.00 Uhr
im Stadtgeschichtlichen Museum (Rathaussaal)
Der Eintritt ist frei.
Stadtgeschichtliches Museum Waren (Müritz)
Neuer Markt 1 • 17192 Waren (Müritz)
www.stadtmuseum-waren.de