Ein großer Festumzug mit beeindruckenden Bildern bestimmte am Samstag das Jabelsche Dorfbild. Viele waren gekommen und hatten Straßenabschnitte geschmückt und ihre Fahrzeuge dekoriert. Angeführt von den Spielleuten aus Malchow und dem Jabeler Bürgermeister und seiner Frau in Mecklenburger Tracht, folgten die Vereine zusammen mit den Kindern aus dem Kindergarten auf einem Boot der Angler, der Landfrauenverein mit historischen Kostümen verteilte Blumensträuße und 100 Brötchen, der Carneval Club in seiner Kluft war mit einem Infowagen und Faschingsszenen zu sehen. Es folgten der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr und viele Unternehmen und Gewerbetreibende, die ihre Fahrzeuge mit Einwohnern und Gästen besetzt hatten. Den Abschluss bildeten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr mit ihrer Technik.
Für die Vorbereitung und Durchführung des Festumzugs möchten wir uns noch einmal bei unserer Gemeindevertreterin Frau Dahnke bedanken!
Nun kurz zur Geschichte: In der Urkunde des „Mecklenburgischen Urkundenbuches “ Nr. 763 von 1256 wird die Kirche zu Jabel erstmalig mit der St. Georgenkirche Malchow genannt. Diese Urkunde ist zugleich Anerkennung des Gründungsjahres des Dorfes Jabel.
Die Entstehungsgeschichte und Entwicklung unseres Dorfes unter der Haube des Klosters Malchow ist in unserer Schrift zum 750-jährigen Jubiläum in 2006 nachlesbar, wovon noch einige Exemplare für Interessenten erhältlich sind.
In naher Zukunft wird sicherlich eine Fortsetzung der Geschichte zusammen- getragen werden.
Zurück zum Festprogramm: Am Freitag fand bereits das traditionelle Bootscorso mit aufwendig geschmückten Wasserfahrzeugen statt, was mit Preisen des Hafenmeisters prämiert wurde.
Am Samstag ging es weiter mit dem Jabeler Seeschwimmen, bei dem es überraschenderweise 56 Teilnehmer in 7 Altersgruppen gab, so viel wie noch nie! Nach dem großen Trödelmarkt auf dem Festplatz zeigten Kita und Vereine ihr volkskünstlerisches Schaffen mit Spiel und Spaß für Alt und Jung. Kindertheater Line Dance und Minifunkentanz wechselten sich ab, bevor es Kaffee und Kuchen von den Jabeler Bäckerinnen gab. Parallel lief das Gummistiefel- weitwerfen, das Kegeln, das Torwandschießen, das Faßrollen und das Schießen mit Luftgewehren mit Betreuung durch den Schützenverein Waren.
Zwischendurch gab es einen Löschangriff, bei dem die Jugendfeuerwehr ihr Können bei einem echten Brand zeigte. Nach der Siegerehrung warteten alle auf die angesagte Tombola. Ohne Sponsorentätigkeit in den nunmehr 6 Vereinen wäre solch ein Jubiläumsfest nicht möglich. Großer Dank gilt allen Beteiligten und Aktiven (!) besonders auch dem Festkomitee unter Leitung von Frau Richter Mit einem schönen Feuerwerk auf dem Jabelschen See und Tanz im Festzelt mit DJ und Liveband klang das wunderbare Fest aus.
Bleibt nur zu wünschen „Auf zum 775-igsten“! oder besser zum „777-igsten“?