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Kleinseenlotse
Ausgabe 1/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Holzeinschlag und Verkehrssicherungsmaßnahme im Stadtwald Wesenberg

Bereich Stadtpark / Kriegerdenkmal

Im ersten Quartal 2026 ist für den Bereich des Stadtwaldes um das Kriegerdenkmal zwischen Tiergar-tenstraße, Mirower Chaussee und kleinem Weißen See eine umfangreiche Verkehrssicherungs- und Holzeinschlagsmaßnahme geplant. Die Maßnahme soll möglichst bis Ende März 2026 abgeschlossen sein.

Bei dem Baumbestand um das Kriegerdenkmal handelt es sich um Wald im Sinne des §2 LWaldG M-V. Als Eigentümerin der betreffenden Flurstücke obliegt der Stadt Wesenberg an dieser Stelle die Verkehrssicherungspflicht.

Die dort stockenden Kiefern sind etwa 140 Jahre alt. Bei den zurückliegenden Kontrollen wurden zahlreiche Bäume mit deutlichen Schadbildern festgestellt (Totholz, Stamm- und Wurzelfäule durch Kielfernbaumschwamm, bruchgefährdete Kronen, etc.). Der Bestand grenzt unmittelbar an verkehrsrelevante Flächen sowie frequentierten Erholungsbereichen zwischen Stadt und dem Strandbad am Weißen See und stellt somit ein Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung und Besucher dar. Zur Wahrnehmung der Verkehrssicherungspflicht ist somit die Entnahme der betreffenden Bäume notwendig.

Ein großflächiger Einsatz schwerer Forsttechnik (Harvester und Forwarder) wäre zwar technisch mög-lich, hätte in diesem Fall jedoch nicht vertretbare Folgen. In Vorbereitung der Maßnahme müssten im Abstand von jeweils ca. 20 m sog. Rückegassen im Bestand angelegt werden, da die Maschinen auf-grund der PEFC-Zertifizierung des Stadtwaldes nur auf diesen dauerhaft angelegten Schneisen fahren dürfen. Dies stellt einen starken Eingriff in den sonst sehr naturnahen Waldbestand dar, und würde den Erholungswert deutlich senken.

Stattdessen wird eine überwiegend motormanuelle und windengestützte Entnahme und Aufarbeitung der Bäume umgesetzt. Der Vorteil ist, dass die Bäume mit der Motorsäge zielgerichteter gefällt werden können und keine flächige Erschließung des Waldes für den Holztransport erfolgen muss. Dennoch ist es notwendig, dass zusätzliche Bäume in den Zwischenfeldern entnommen werden, um Platz für die großen Kronen zu schaffen, die sonst nicht ohne Beschädigung des verbleibenden Baumbestandes zu Boden fallen könnten. Vor allem sollen die bereits flächig aufgewachsenen jungen Laubbäume geschont werden, damit diese künftig den neuen Baumbestand bilden und zu einem gesunden und klimastabilen Mischbestand heranwachsen können.

Zudem ermöglicht der Verkauf des Holzes eine anteilige Deckung der Arbeitskosten, sodass diese nicht gänzlich zulasten der Stadtkasse gehen.

Wir bitten die Bürger den betroffenen Bereich während der Arbeiten zu umgehen.

Es besteht ein erhebliches Risiko für Leib und Leben!

Gleichzeitig möchten wir vorab sensibilisieren, dass sich das Erscheinungsbild der Fläche durch die Ent-nahme der Vielzahl überalterter Bäume erheblich verändern wird. Die Schaffung der neuen Lichtverhältnisse ist jedoch maßgeblich für die Entwicklung der jungen Bäume.

Schon bald wird von dem Eingriff kaum noch etwas zu sehen sein.