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Kleinseenlotse
Ausgabe 6/2026
Freizeit und Kultur
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Fundstück des Monats

Auch in diesem Monat kommt das Fundstück der Woche von der Arbeitsgruppe Ortsgeschichte Mirow. Dieses Mal von seinem Mitglied Kevin Lierow-Kittendorf und mit einem Aufruf. Ich freue mich über weitere Zusendungen für die kommenden Ausgaben.

Ihr ehrenamtlicher Archivar
Dr. phil. Frank Rochow

90 Jahre Schleuse Mirow

Arbeitsgruppe Ortsgeschichte Mirow sucht Fotos, Dokumente und Erinnerungen aus der Bauzeit

Die Schleuse Mirow gehört seit neun Jahrzehnten zum Stadtbild und zur Infrastruktur der Region. In diesem Jahr erinnert die Arbeitsgruppe Ortsgeschichte Mirow an ein besonderes Jubiläum: Vor 90 Jahren wurde die Schleuse gemeinsam mit dem Mirower Kanal in Betrieb genommen.

Nach bisherigen Recherchen wurde der Auftrag für den Bau des Kanals im Juni 1935 erteilt. Bereits am 18. Juni 1936 fand die Probefahrt der neuen Schleuse statt. Die feierliche Eröffnung folgte zwei Tage später, am 20. Juni 1936. Zusammen mit dem Kanal war damit eines der bedeutendsten Wasserbauprojekte der Region innerhalb von rund zwölf Monaten verwirklicht worden.

Historische Fotografien zeigen die gewaltigen Erdarbeiten, die Errichtung der Schleusenkammer und den Bau der Brückenanlagen. Auch die Namen der beteiligten Unternehmen sind überliefert. Zu ihnen gehörten unter anderem Dyckerhoff & Widmann AG, Hochtief AG und die Bauvereinigung GmbH.

Die bisherigen Forschungen werfen zugleich neue Fragen auf. So verweist ein Bericht der Polizei vom 21. Januar 1936 darauf, dass Arbeitslose für den Bau des Mirower Kanals im Raum Rechlin eingesetzt werden sollten. Sie wurden durch das Arbeitsamt Waren angeworben, gaben aber gesundheitliche Gründe an, um die Arbeit zu verweigern. Welche Bedeutung generell die räumliche Nähe zur damaligen Luftwaffenerprobungsstelle Rechlin hatte, ist bislang nicht abschließend geklärt. Die Quellen geben hierüber bisher keine Auskunft.

Die Geschichtswerkstatt Mirow freut sich über weitere Hinweise aus Familiennachlässe. Auch suchen wir den Standort des Titelbildes, also wo genau es aufgenommen wurde.

Um Kontakt zur Arbeitsgruppe Ortsgeschichte Mirow aufzunehmen, wenden Sie sich bitte an das Stadtarchiv über stadtarchiv-mirow@amt-mecklenburgische-kleinseenplatte.de