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Kleinseenlotse
Ausgabe 6/2026
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Ergänzende Einordnung der Geschäftsführung der Wohnungsbaugesellschaft Mirow



 

zum Artikel „Wohnen in Mirow wird teurer, der Bahnhof dafür schöner“

Die Berichterstattung über die geplanten Mietanpassungen sowie die Entwicklung des Bahnhofsgebäudes in Mirow nehmen wir zum Anlass, einige wichtige Hintergründe zu ergänzen.

Zunächst ist uns wichtig klarzustellen, dass die Mietanpassungen und die Sanierung des Bahnhofsgebäudes zwei voneinander unabhängige Themen sind.

Die im Artikel genannte Erhöhung um bis zu 20 Prozent bezieht sich ausschließlich auf die Kaltmiete und betrifft nicht alle Mieterinnen und Mieter gleichermaßen. Die Aktualisierung der Mieten bewegen sich - je nach Ausgangsmiete - zwischen 5 und 20 Prozent und erfolgen selbstverständlich innerhalb der gesetzlichen Kappungsgrenzen.

Begonnen wird am Standort Neuer Markt. Dort liegen die Kaltmieten teilweise noch bei lediglich 4,25 Euro pro Quadratmeter, in anderen Liegenschaften sogar nur bei 3,70 €/m².

Ein derart niedriges Mietniveau ist heute nur noch selten anzutreffen. Von insgesamt 156 Wohnungen am Neuen Markt werden 109 Mietparteien von der Angleichung betroffen sein.

Weitere Bestände werden schrittweise und mit Augenmaß betrachtet. Für die Liegenschaft Roggentin sind im Jahr 2026 ausdrücklich keine Mietanpassungen vorgesehen.

Vergleichsmietenerhöhungen gehören zum regulären Geschäft kommunaler Wohnungsunternehmen. Viele Wohnungsbaugesellschaften in der Region haben entsprechende Anpassungen bereits vor Jahren vorgenommen. Die Wohnungsbaugesellschaft Mirow hat diesen Schritt bewusst lange zurückhaltend gehandhabt.

Die Anpassungen stehen dabei weder im Zusammenhang mit dem Bahnhofsprojekt noch mit möglichen Leerständen im Wohnungsbestand, sondern erfolgen im Rahmen einer regulären Angleichung an die Vergleichsmiete unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben.

Gleichzeitig stehen wir vor erheblichen Herausforderungen. Die Kosten für Instandhaltung und Instandsetzung sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

Um unseren Wohnungsbestand langfristig zu erhalten und weiterhin attraktiven Wohnraum anbieten zu können, müssen diese Entwicklungen wirtschaftlich betrachtet werden.

Die Wohnungsbaugesellschaft Mirow verfolgt mit ihren Entscheidungen das Ziel, wirtschaftliche Verantwortung, soziale Verträglichkeit und eine nachhaltige Entwicklung der Stadt miteinander zu verbinden. Dazu gehört sowohl die Sicherung bezahlbaren Wohnraums als auch die Investition in Projekte, die Mirow langfristig stärken und aufwerten.