Auf dem Amts- und Stadtempfang des Amtes Am Peenestrom und der Stadt Wolgast im Januar stellte der Bürgermeister, Martin Schröter den Wolgaster Kurs vor. Dieser Wegweiser soll verdeutlichen in welche Richtung sich Wolgast in den nächsten Jahren entwickeln soll. Sowohl für die Stadt, als auch für Projektpartner und Mitstreiter aus Wirtschaft, Tourismus, Bildung und Politik bietet er einen festen Anhaltspunkt. Ziel der Verbildlichung ist es, den Fokus aller auf wichtige Projekte zu legen und anhand eines gemeinsamen roten Fadens auf die Umsetzung dieser hinzuarbeiten.
Die kompassartige Grafik wird von innen nach außen gelesen. So die Hafen- und die Werftentwicklung klar im Fokus. Der maritime Charakter der Stadt soll sowohl wirtschaftlich als auch touristisch gestärkt werden.
Nachfolgend sind weitere Themen genannt, die die Stadtentwicklung betreffen.
Der Bildungsstandort Wolgast soll durch den Bau eines zusätzlichen Gebäudes für die Regionalschule Kosegarten und die Grundschule Wolgast in der Baustraße kurzfristig gestärkt werden. Zudem wird langfristig an einem Schulcampus gearbeitet, der die beiden Schulstandort in der Schulstraße (Gymnasium und berufliche Schule) und in der Baustraße (Regionalschule und Grundschule) miteinander verbinden und erweitern soll.
Das Industriegebiet Poppelberg II soll die Ansiedlung von Firmen durch größere Grundstücke und die Anbindung an preiswerte Energie aus Lubmin ermöglichen. Es wird in direkter Nachbarschaft zum Industriegebiet Am Poppelberg entstehen.
Auch auf historische und kulturelle Themen legt die Stadt Wolgast in den kommenden Jahren wert. So stehen das 900. Jubiläum der Christianisierungen Vorpommerns durch Otto von Bamberg (2028) und der 250. Geburtstag des berühmtesten Sohnes der Stadt, Philipp Otto Runge (2027) vor der Tür.
Zudem bildet der Wiederaufbau des Turms der St. Petri-Kirche nach historischem Vorbild einen wichtigen Pfeiler für die Entwicklung des Stadtbildes von Wolgast. Der historische Charakter der Altstadt soll durch dieses Projekt weiter herausgearbeitet werden. Zudem wird der stärkste touristische Anziehungspunkt der Stadt gestärkt.
Im äußeren Ring finden sich wichtige Infrastrukturmaßnahmen, die wegweisend für die Entwicklung der Stadt sind. Ganz oben steht dabei die Ortsumgehung inkl. Brückenbauwerk. Sie wird für eine neue Anbindung der Insel Usedom an das Festland und eine damit verbundene Entspannung der Verkehrssituation in Wolgast sorgen.
Auch im Bereich Fahrradverkehr und -tourismus möchte die Stadt Wolgast voranschreiten. Mit den Radwegen Pritzier-Schalense-Wolgast und Wolgast-Groß Ernsthof sollen Anbindungen für Bürgerinnen und Bürger an das Mittelzentrum Wolgast geschaffen und zugleich Verbindungen zu bedeutenden Radwanderwegen der Region hergestellt werden.
Zuletzt ist der Züssower Gleisbogen Süd Ost und die damit verbundene IC Anbindung Wolgasts an das Bahnnetz zu nennen. Ein Umstieg in Züssow würde für Bahnreisende entfallen. Zudem würde der Ausbau die Anfahrt Wolgasts durch InterCity Züge ermöglichen.