Bis zum 10. Mai zeigt das Stadtgeschichtliche Museum Wolgast diese Wanderausstellung zur politischen und kulturellen Bedeutung wikingerzeitlicher Goldschätze.
Im Mittelpunkt stehen zwei herausragende Funde der Wikingerzeit: der Schatz von Hoen in Norwegen und der Hiddenseer Goldschatz. Doch die Ausstellung versteht sich nicht als klassische Schatzschau. Sie fragt vielmehr nach der Rezeptionsgeschichte dieser Funde seit dem 19. Jahrhundert: Wer darf „Wikingergold“ besitzen? Wo wird es gezeigt? Wer identifiziert sich damit – und wer grenzt sich davon ab? Anhand der Goldschätze wird deutlich, wie archäologische Funde politisch gedeutet, national aufgeladen und museal inszeniert wurden.
Ergänzend präsentiert das Stadtgeschichtliche Museum Wolgast hochwertige Repliken der Goldschätze von Hiddensee und Peenemünde. Der Peenemünder Goldschatz, acht Goldringe aus dem 11. Jahrhundert, wurde zwischen 1905 und 1908 im damaligen Wolgaster Stadtforst auf dem Peenemünder Haken entdeckt. Die Originale gelangten ins Landesmuseum nach Stettin und 1945 nach Stralsund.
Die Ausstellung entstand 2024 in Kooperation zwischen dem Stralsund Museum und der Universität Greifswald. Sie basiert auf dem Promotionsprojekt von Charlotte Wenke im Rahmen des Forschungsprojekts „Wikingergold. Schatzfunde als translokales Erbe“ am Interdisziplinären Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO). Die wissenschaftliche Leitung lag bei Isabelle Dolezalek, heute Professorin an der Technische Universität Berlin.
Bis zum 10. Mai kann die Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum Wolgast, immer Di bis Sa, von 10 bis 16 Uhr, besichtigt werden.
museum.wolgast.de