Seit Beginn des Krieges im Jahr 2022 hat die Stadt Wolgast zahlreiche Flüchtlingsfamilien aus der Ukraine aufgenommen. Hinter ihnen liegen der Verlust von Heimat und Besitz sowie die Trennung von Angehörigen und Freunden. Die deutsche Sprache innerhalb eines Jahres zu erlernen, ist äußerst schwierig. Während jüngere Menschen oft über den Beruf Anschluss finden, sind ältere Menschen oder Arbeitslose häufig von Isolation betroffen.
Hier setzte im Jahr 2024 eine Initiative der Wolgaster Gemeinde der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage an. Unter der Leitung von Christian Seidl, der aufgrund seiner eigenen Zeit in der Ukraine gut Russisch spricht, werden seitdem Deutschkurse angeboten und ukrainische Flüchtlinge bei der Integration in das gesellschaftliche Leben in Deutschland unterstützt. Die Gemeinde organisiert gemeinsame Feiertage, Besuche von Kultur- und Sportveranstaltungen sowie Ausflüge, wodurch viele herzliche und sogar freundschaftliche Beziehungen entstanden sind.
Ein besonders eindrucksvolles Beispiel für gelungene Integration war eine Veranstaltung am 14. März 2026 im Dauerwald der Stiftung Dauerwaldstiftung in Pommern. Dort nahmen auch ukrainische Kursteilnehmer an Pflanzarbeiten teil. Diese Aktionen zur Erhaltung des Waldes sind bereits zu einer schönen Tradition geworden. Interessierte Einwohner von Wolgast kommen zusammen, arbeiten gemeinsam und lernen voneinander. Die Vertreter der Stiftung, Susanne und Eckard Wenzlaff, berichteten mit großer Begeisterung über ihre Arbeit und die Herausforderungen des Waldschutzes.
Nach getaner Arbeit fand ein gemeinsames Picknick statt, bei dem deutsche und ukrainische Spezialitäten geteilt wurden. Ukrainische Teilnehmer bereicherten das Treffen mit Liedern, und die herzliche Atmosphäre wird allen Beteiligten lange in Erinnerung bleiben.
Im Namen vieler Ukrainer möchten wir den Einwohnern von Wolgast unseren aufrichtigen Dank aussprechen, die ihre Zeit und Energie investieren, um anderen zu helfen.
Mit freundlichen Grüßen