„Friedrich aus Greifswald, ein Landschaftsmaler, ist auch hier angekommen, mit einem jungen v. Klinkowström desgleichen; kurz die Künstler wandern recht aus – von Pommern her, unser sind nun schon fünf hier.“
Philipp Otto Runge, 1802 aus Dresden an seinen Bruder Daniel
| Laufzeit | 23. Juli – 31. Oktober 2026 |
| Öffnungszeiten | Di–Sa, 10–16 Uhr |
| Ort | Rungehaus, Kronwiekstraße 45 • 17438 Wolgast |
| Kontakt | 03836 203041 • museum@wolgast.de |
Mehr als 70 Gäste folgten am 23. Juli der Einladung der Wolgaster Kulturgesellschaft ins Rungehaus. Der 249. Geburtstag Philipp Otto Runges bildete den feierlichen Rahmen für die Eröffnung der Sonderausstellung „Und grüße gelegentlich…“ – Caspar David Friedrichs Freunde und Bekannte. Unter den Gästen waren Bürgermeister Martin Schröter, Vertreter des Rungeklubs und zahlreiche Kunstinteressierte. Musikalisch eröffnet wurde der Abend vom Harfenisten Markus Thalheimer mit Werken von Georg Friedrich Händel und John Thomas.
In seiner Begrüßung erinnerte Museumsleiter Stefan Rahde daran, dass an diesem Abend auch historische „Geburtstagsgäste“ aus dem gemeinsamen Freundeskreis Caspar David Friedrichs und Philipp Otto Runges in der Ausstellung zugegen seien. Ausgangspunkt für deren Einladung nach Wolgast war ein Brief, den Runge 1802 begeistert aus Dresden an seinen Bruder Daniel nach Hamburg schrieb. Genau dieses Netzwerk steht im Mittelpunkt der Ausstellung: Sie zeigt neun Persönlichkeiten aus dem Freundes- und Bekanntenkreis Caspar David Friedrichs und schlägt zugleich eine Brücke zu Philipp Otto Runge.
Die Wanderausstellung wurde 2024 für das Caspar-David-Friedrich-Jubiläum im Kulturzentrum St. Spiritus in Greifswald entwickelt und für das Rungehaus um die Biografien Philipp Otto Runges und Friedrich August von Klinkowströms erweitert. Kurator Dr. Michael Lissok bereitet die Beziehungen zwischen Künstlern, Gelehrten und Theologen der frühen Romantik wissenschaftlich fundiert und zugleich anschaulich auf, die grafische Gestaltung von Gertrud Fahr macht dieses Geflecht sichtbar. Figürliche Silhouetten geben den Dargestellten mit Briefzitaten ihre Stimme zurück, die Biografietafeln erinnern an aufgeschlagene Buchseiten, und an einem Schreibtisch kann man sich selbst im Schönschreiben mit Feder und Tinte versuchen.